Archive for the Category »Kurzgeschichten «
Darauf hat die Menschheit, also ihr alle, bestimmt schon ungeduldig gewartet: ![]()
Die Zombiegeschichte der Schmitt ist in der neuen Astazeitung zu lesen. Genau hier.
Es muss jedoch gesagt werden, dass die Schmitt einen Wettbewerb gewonnen hat und für keinen der Artikel verantwortlich ist. Besonders gruselig findet die Schmitt den Artikel von Beate Steinbach, in dem Fußballfans und Nazis in einen Topf geworfen werden: „Wenn zu jedem Kasten Bier eine Deutschlandflagge verschenkt wird… Wenn statt bunten Gummibärchen nur noch schwarze, rote und goldene zu kaufen sind… Wenn nächtelang hupende Autos durch die Städte fahren… Wenn in der ganzen Innenstadt tausende Deutschlandflaggen wehen… Wenn Nazis in den Straßen der Stadt feiern… dann ist Fußballweltmeisterschaft der Männer!“ more…
Lange hat die Schmitt hier geschwiegen, doch untätig war sie nicht.
Zum einen wurde ein neuer Essay zum Thema “Zwillingsinzest in der mittelalterlichen Literatur und in der modernen Rezeption”, zum anderen eine Kurzgeschichte für den Schreibwettbewerb des Astas “Wettergeschichten” geschrieben. Die Preisverleihung des Schreibwettbewerb war heute und die Schmitt bekam den ersten Preis (Buchgutschein für Thalia) nach dem Vorlesen in die schweißnassen Pfoten gedrückt. Die Gier nach Büchern und literarischer Anerkennung wurde also gestillt.
Die Geschichte wird in der nächsten Astazeitung veröffentlicht und in Bälde hier hochgeladen werden.
Doktor Tod duckte sich hinter seinen Aktenschrank und zerrte gleichzeitig an seinem Freund Vampiro, der leichtsinnigerweise noch wie ein Ölgötze dastand. Fassungslos musste er zusehen, wie Asmodina, die Tochter des Teufels, wie eine Gestörte in seinem Labor wütete. Dabei hatte er doch nur einen kleinen Scherz gemacht … more…
Sinistro hatte nach dem misslungenen Date noch tagelang geweint, aber Doktor Tod hatte eine Idee. Er sagte, dass er eine Seite im Internet kenne, wo die Leute wirklich auf Schmerzen stünden. Begeistert begab Sinistro sich dorthin. Er befürwortete die Sklaverei und war froh, dass sie anscheinend neue Anhänger gefunden hatte. Viele Arbeitgeber betrieben heutzutage zwar „Lohnsklaverei“, was clever, aber nicht dasselbe war. Nach ein paar Tagen hatte Sinistro sein erstes Date. Sie nannte sich „Lucrezia“. Er kannte einst eine Lucrezia, aber er hatte Probleme mit deren Vater gehabt … more…
Sinistro, der Vampir, fand sich, kurz nach dem Aufstehen, in einem modernen Tanzlokal wieder, wo er einer dunkel gekleideten Schönheit gegenübersaß. Er hatte ihr eine Botschaft geschrieben und sie hatte geantwortet. Das freute den Vampir, der auf der Suche nach einer Gefährtin war, mit der er die Nacht durchstreifen und unsicher machen konnte. Dankbar dachte er an seinen Freund Vampiro del Mar, der ihm den Tipp mit dem Internet gegeben hatte. Doktor Tod hatte ihm dann geholfen, seinen Computer zu kaufen und ihn auch angeschlossen. Für irgendetwas musste so ein Doktortitel ja auch gut sein. more…
Dies ist, nach längerer Schaffenspause, bedingt durch Umzug und Zwischenprüfung, meine neueste Kurzgeschichte. Ich hoffe, dass mein Blog nicht allzu sehr in Vergessenheit geraten ist.
Hartmut dreht durch – oder: Toleranz ist nicht ganz einfach
„Endlich angekommen“, dachte Hartmut, der gerade mit seinem Lehrling Wolfram den Wagen ablud. Da das Lichterfest in der elfischen Stadt Byrwich unendliche Scharen von Gauklern, Musikern, Schaulustigen und natürlich Händlern, wie Hartmut selbst einer war, anzog, waren die Straßen verstopft, und es war quälend langsam vorwärts gegangen, was die Geduld der beiden Zwerge gehörig überstrapaziert hatte.
Aber jetzt hieß es nur noch den Wagen leer zu bekommen, denn dann würden beide sich ausruhen können. more…
Eddy lag am Boden, Sekret floss aus ihm heraus. Alles voller Blut, ein Arm hing locker im Gelenk. Joe betrachte die Szenerie, er fühlte sich, als wäre er ein unbeteiligter Zuschauer, losgelöst von seinem Körper. Dann rauschte das Adrenalin abrupt in ihn hinein, und er hörte die schmerzerfüllte Stimme seines verletzten Kameraden: „Joe, Joe, ich kann meine Beine nicht mehr fühlen.“
Auch das noch, es hatte alles so gut angefangen. Sie waren mit dem Ziel, neuen Lebensraum und neue Nahrungsressourcen für den Staat zu finden, aufgebrochen. Anfangs sah es recht vielversprechend aus, doch dann hatte sich die Umgebung als stickige Todesfalle mit unzähligen Gefahren erwiesen. Joe war nur knapp einem Geschoss ausgewichen, doch Eddy war scheinbar von einer unbekannten Gefahr erwischt worden und lag sich krümmend am Boden.


