Pro-Ana und Pro-Mia – oder meine Antwort auf die „Knochenlutschergöttin“.

Pro-Ana und Pro-Mia – oder meine Antwort auf die „Knochenlutschergöttin“.

Hey, ihr Leute da draußen!
Ihr stimmt dem Schmitti doch zu, wenn es behauptet, dass es wirklich schwerwiegende Probleme auf der Welt gibt? Doch der weibliche Teil der westlichen Welt ist scheinbar damit beschäftigt, irgendwelchen Scheiß im TV zu sehen, sich fett wie ein Elefant zu fühlen und dämlichen Modetrends hinterher zu rennen. Manchmal sieht man auch junge Typen, die ernsthaft mit Strassohrringen herumlaufen. Das sieht ganz schön bescheuert aus, aber das geht jetzt am Thema vorbei…

So richtig kranke Scheiße ist nämlich die Pro-Ana- und Pro-Mia-Bewegung, denn dort wird ein ungesundes Ideal hoch gehalten. Das Klientel wähnt sich elfenhaft, will leicht wie ein Ballon schweben und glaubt, erst dann den erotischen Wünschen der Herren zu entsprechen, wenn die Knochen klappern. Dabei ist das überhaupt nicht sexy, hier stimme ich meiner Mitschwester Alia zu, die sich hier mit dem Thema auseinander setzt. Ehrlich gesagt, wenn ich die dürren Hippen sehe, dann möchte ich nach einem Paladin rufen, damit er die Untoten vertreibt. Wenn kein Paladin da ist, dann tut es vielleicht auch ein Kleriker ab Stufe 8. Oder ein mächtiger Feuerball. 😉

Natürlich tun mir die Mädchen Leid, die sich so kasteien, und der Wunsch nach der perfekten Figur ist ein Ausdruck eines tieferen Leidens an der Gesellschaft. Aber: Irgendwann kommt der Moment, da musst du kämpfen, Soldat(in)!
Das bedeutet, such die wunde Stelle! Mach etwas dagegen. Sag vielleicht mal ,,Nein“ zu etwas. Engagiere dich politisch, für Greenpeace oder für einen Druidenorden. 😉
Kauf Tofu, Bioprodukte oder Kaffee, der die Bauern in der dritten Welt nicht ausbeutet. Die müssen in der Regel zunehmen, nicht wahr?
Und gib einem Kätzchen ein Zuhause, ein kleiner Freund macht glücklich!

Auf der anderen Seite der Überflussgesellschaft leiden die Fetten in einem anderen persönlichen Höllenkreis. Das Schmitti selbst kämpft ja (erfolgreich) mit der Neigung zum Übergewicht und kann die Fressgier verstehen. Überall wird man bei sozialen Zusammenkünften zum Essen gezwungen. Es wird nicht verstanden, dass man diesen fettigen Kuchen nicht essen und dass man gerade keinen Alkohol trinken will. Ok, es gibt Leute, die trinken ein Glas Wein wie Limo, aber es gibt auch Momente, in denen man weder berauscht sein will noch magenleidend von einem fettschmierigen Kuchen.

Was das Schmitti sagen will ist: Es fehlt an der Balance. Adipös und schwabbelnd ist genauso pfuibah wie extrem dürr. Ein beiden Fällen sieht das nämlich ziemlich schlimm aus. Ästhetisch ist das, was Gesundheit und Wohlbefinden ermöglicht. Merk Dir das, Diätnudel! 😉
,,Diäten sind für kranke Menschen.“ (Das Patchy)
Das andere heißt gesunde Ernährung. *klugscheiß*

8 Gedanken zu „Pro-Ana und Pro-Mia – oder meine Antwort auf die „Knochenlutschergöttin“.

  1. Sehr schöne Antwort. Dat hat dat Schmitti aber klasse formuliert. Ich mag meine Torten einfach viel zu gerne, als dass ich diese für irgendwelche Knochengötzen opfern würde.

    Ni!

  2. *lach* Den Blick des Paladins möchte ich sehen!
    Ich fürchte, minimal hieran angelehnt muss ich auch bei Gelegenheit einen eigenen Blogeintrag loswerden…

  3. Ein wirklich wichtiges Thema, welches Aufmerksamkeit durch einen kritischen Blick benötigt. Ich kann mich da der Faverne eigentlich nur anschließen. Auch mich hat Dein Artikel zu einem eigenen inspiriert. 😉

    Deine Vicky

  4. Schon einmal darüber nachgedacht,dass Magersucht eine ernsthafte krankheit ist?Viele Anorektiker kennen die Folgen ihrer Krankheit nicht mal, bevor sie solche Seiten kennen lernen und sich trauen,ihr Schweigen zu brechen.
    Familie und Freunde können nur zusehen,während wir verhungern.Sie reden auf uns ein,schreien uns an,ignorieren uns,aber Fragen nie, wodurch wir krank geworden sind.
    Hosengröße 34?Für mich ein absoluter Albtraum.Ich weiß, dass ich krank bin,ich bewundere 8-Jährige für ihre Figur und ich werde irgendwann verhungern.Aber nur durch den offenen Austausch auf solchen Seiten habe ich mich überhaupt getraut, mit einem Arzt zu sprechen.

  5. Es gibt natürlich auch Leute wie mich, die fressen können wie Scheunendrescher und trotzdem knochig sind. Ist natürlich selten, aber kommt vor, da wir heute nicht mehr wiederkehrende Hungerzeiten haben, bei denen ich in früheren Zeiten gestorben wäre mangels Fett zum Zehren.

    Das Problem ist komplex. Einerseits führt wohl nach dem, was ich gelesen habe, bei vielen Mädchen die Pubertät zum Gefühl, die Kontrolle über den eigenen Körper zu verlieren, und so eine Eßstörung erzeugt die Illusion, die Kontrolle behalten zu können. Andererseits gibt es diese völlig irrsinnigen Schönheitsideale, die dadurch entstehen, daß von denjenigen jungen Frauen (allgemein 15-25 – wer über 30 ist, ist eh schon aus dem Rennen), die als „schön“ gelten können, nur ein kleiner Prozentsatz ausgesiebt wird, der bestimmte Merkmale in extremer Ausprägung besitzt – welche das sind, schwankt mit dem Zeitgeist. Und in Zeiten des Überflusses sind das halt meist die Dünnen. Wenn wieder magere, unsichere Zeiten kommen, wird das Schönheitsideal sicher wieder in Richtung „Vollweib“ ausschlagen.

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