Archive for the Category »Mittelalter «

Spiegelsinfonie – die Leseshow

Von dem Fantasyroman „Die Spiegelsinfonie“ hat die Schmitt ihren imaginären Lesern ja bereits berichtet. Für neugierige kleine Zwerge und auch für die üsseligen Bewohner des Bergischen Landes besteht jetzt die Möglichkeit, einer Lesung der besonderen Art beizuwohnen. Lilian Muscutt wird Auszüge aus dem Roman lesen. Dazu wird sie von Carmen Diktatomowitch und Greg Ozeanston (mal ehrlich, das sind doch eure Künstlernamen, Leute) auf dem Klavier und auf der E-Gitarre begleitet. All dies wird am 31.01. um 20 Uhr in der Solinger Stadtbibliothek stattfinden.

 Foto by Lapina Pictures Your Life

Die Spiegelsinfonie

Zur Erinnerung: Worum geht’s in dem Buch?
Es ist eine Woche vor Halloween 2012. Seltsame Ereignisse lenken Journalistin Mina O’Sullivan (25) vom Redaktionsalltag einer Solinger Lokalzeitung ab. Ob das plötzliche Verschwinden des Frontmanns einer Schülerband und ein unheimliches Erlebnis auf einem Spielplatz zusammenhängen? Außerdem ist da Dr. Jorge von Furcht – ein dubioser Investor, der an unattraktiven Immobilien auffälliges Interesse zeigt. Minas Kollege Frank Fabel (29) geht derweil einer anderen Spur nach: Abgebrannt, kettenrauchend, vereinsamt und seiner großen Liebe, einer trendigen Musikjournalistin nachtrauernd, nimmt Frank einen Rechercheauftrag der parapsychologischen Forschungsstelle der Bergischen Universität Wuppertal an. Er soll herausfinden, warum die Energie so genannter Leylinien, magischer Kraftströme, in Solingen wächst. Die Spur führt ihn in die Katakomben eines alten, geschlossenen Hallenbades, wo er auf Mina trifft. Doch welche dunklen Mächte die beiden in den unterirdischen Gängen des Bades heraufbeschwören, übersteigt ihre Vorstellungskraft – und ist erst der Anfang eines fantastischen, gefährlichen Abenteuers.

Der Eintritt kostet lumpige fünf Euro. Wenn ihr einen Bibliotheksausweis habt, dann sogar nur vier. Wer würde da wegbleiben? 😉

Cuirina – eine moderne Bardin

Nicht nur vom geschriebenen, sondern auch vom gesungenen Wort will die Schmitt heute ihren imaginären Lesern erzählen. In der Zeit, in der Musik häufig aus der Konserve kommt, ist es schön, wenn es noch Ausnahmen gibt. Die Schmitt, die sich für Filk begeistern kann, will ihren Lesern, die Lieder von Cuirina ans Herz legen.

Die Lieder, die oftmals von Liebenden handeln, deren Schwierigkeiten unüberwindbar sind, verzauberten einst die Schmitt. Constanze Spengler, aka Cuirina, schreibt ihre Texte selbst, singt und spielt die Harfe. Die Germanisten unter uns werden wissen, dass der Begriff Lyrik von einer nahen Verwandten der Harfe kommt, der Lyra. Die Bardin setzt die Tradition fort, in ihren Liedern ganze Geschichten zu erzählen.

Cuirina (Foto. Johannes Erkes)
Die Lieder der Künstlerin sind übrigens nicht käuflich. Wer sie bekommen möchte, kann sie auf ihrer Homepage herunterladen. Wer sich dafür bedanken möchte, kann ihr ein Geschenk von ihrem Wunschzettel machen. Eine schöne Idee in Zeiten der GEMA und ähnlicher Schweinehunde. more…

Met und Miezen und ein riesiges Walhalligalli – Feuerschwanz im LCB

Am 01.11. ist es wieder so weit. Die allseits durch „Met und Miezen“ bekannte Mittelalter-Folk-Comedy-Band kommt, um alle Wuppertaler Maiden und Recken zu beglücken. Ja, das kann man auch zweideutig sehen. Freuen wir uns auf zotige Späße, die meilenweit unter der Gürtellinie liegen, auf den attraktiven Prinz Hodenherz, seine Mannen und und natürlich die Miezen, die selbstverständlich auch wieder mitkommen dürfen, zu uns, nach Wuppertal. 😀

Wer die Truppe noch nicht kennt, der wird sich natürlich fragen, was diese Leute überhaupt so machen. Die Legende, die das alles erklären kann, hat die Schmitt auf Wikipedia gefunden:

„Auf der Suche nach Reichtum und Heldentaten brach der Hauptmann 1223 auf, um sich den Kreuzzügen anzuschließen. Er begegnete in einem Freudenhaus in Jericho den anderen Recken und gemeinsam beschlossen sie, lieber wieder in die Ruine der Burg Feuerschwanz zurückzukehren und ihrer gemeinsamen Leidenschaft für Minne, Met und Miezen zu frönen. Dort trieben sie es allerdings etwas zu bunt, so dass sie von einer auf Rache sinnenden Hexe dazu verflucht wurden, erst Ruhe zu finden, wenn es ihnen gelingt, im Laufe eines Jahres sechs nahezu unlösbare Aufgaben zu erfüllen. Da dies bisher von Jahr zu Jahr gescheitert ist ist der Haufen nun seit fast 800 Jahren auf Tour.“ more…

Mehr von der RingCon…

bevor es veraltet ist. 😉

Hier sind noch einige Fotos, die der wackere Carsten Ace Dahlmann geschossen hat. Bei erbärmlichen Lichtverhältnissen. Damit das Lumpengesindel was zum Gucken hat:

Kennt jemand diesen jungen Mann?
[Lyrik] Dieser spielte Richard Cypher, der sich einst in eine steile Braut verknallte. Doch er konnte sie nicht begatten, die Alte. Die Mutter Konfessor, da durft‘ er nicht dran, das hat seiner Libido nicht gut getan. *Yo-Yo-Richard, Yo-Richard* [/Lyrik]

Ja, so war das. Ging aber letztendlich gut, zumindest in der Serie. Nichts ist jemals einfach, aber nur die Liebe zählt. Die Schmitt ist beim Schwert der Wahrheit bei Band acht kleben geblieben. Eine Schande, dabei gab es einen Cliffhanger. more…

Die RingCon 2012

Auch die Dahlschmitts waren auf der RingCon, da sie für Eis-und-Feuer.de einen Artikel schreiben sollten.

Für diejenigen, die Das Lied von Eis und Feuer noch nicht kennen sollten, folgt hier eine kleine Erklärung. Das Lied von Eis und Feuer ist eine beliebte Fantasybuchreihe mit einem hohen Anteil an Sex und Gewalt. Sie sticht aber nicht nur dadurch hervor, sondern auch durch überzeugende Charaktere und die Point-of-View-Kapitel, die dem Leser verschiedene Perspektiven vermitteln und die dem üblichen Schwarz-Weiß-Schema widersprechen.
Und – es gibt mittlerweile schon zwei Staffeln der Serie Game of Thrones, die ebenfalls gut beim Publikum ankamen. Das Intro allein ist übrigens schon großartig.

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Feuertal 2012 – Impressionen von der Waldbühne

Liebe Kreaturen und imaginäre Leser,
diese Seite leidet derzeit unter arger Vernachlässigung. Eigentlich sollte hier zuerst ein Artikel über die Freuden des Skandinavienurlaubs stehen, was aufgrund von einem Arsch voll Arbeit noch nicht geschehen ist. Ferner stehen noch Einträge zu neuen beruflichen Projekten an, die mit getrockneten Menschen aus barocken Zeiten zu tun haben. Die morbiden kleinen Freunde können sich schon mal die Hände reiben. Aber nun erst einmal ein persönlicher Eindruck vom Samstag des Feuertalfestivals 2012. Ich beschränke mich aus persönlichen und logistischen Gründen auf die Bands, die der Berichterstattung wert sind. Wenn sich noch ein anderer Bericht von mir irgendwo finden sollte, gehe ich natürlich auf alle Bands ein. Aber nur dann.

Lange Flöten und dicke Dudelsäcke – Feuerschwanz

Wolfenmond, die auf ihrer Seite bekunden, eine „Symbiose von Mittelalter und Elektro“ zu sein, erweckten keine Liebe in der Schmitt, obwohl die Interpretation des schwedischen „Herr Mannelig“ nicht so grottig war, wie die Version von In Extremo. Aber: wenn man die Band nicht mag, kann man ja immer noch Met holen.

Der erste Höhepunkt (höhö) waren sicherlich die gut gekleideten Interpreten von Feuerschwanz. Der überaus attraktive Prinz Hodenherz und seine Recken sorgten dafür, dass es dem Publikum ganz warm ums Herz wurde. Mit zarten Liedern wie „Wunsch ist Wunsch“, in die von der Penetration von wunscherfüllenden Feen handelten, wurde die kulturelle Seite des betrunkenen Pöbels angesprochen. Auch das Publikum wurde in diesen Akt des Missbrauchs miteinbezogen.

Bild: Carsten Ace Dahlmann

Auf You-Tube finden sich sicherlich ein paar Beweisvideos. Leider muss man wegen dieser GEMA-Querelen immer etwas aufpassen, was man so hochlädt.

Die Moderation wurde von Eric Fish übernommen. Man weiß nicht, warum ein Festival einen Moderator braucht, aber vielleicht brauchte Eric das Geld. Der arme Mann wurde zudem von einer Frau im Liebesrausch genötigt, dass sie auf der Bühne einem Manne die Ehe antragen durfte. Die Schmitt hält nichts von solchen Aktionen. Der potentielle Bräutigam hat ja gar keine Chance, aus der Nummer wieder heraus zu kommen. „Noch nicht“ oder „vielleicht“ sind schließlich keine Antworten, mit denen sich der wütende Mob zufrieden gibt.

Omnia – Pagan Folk

Die niederländische Band Omnia ist sicherlich eines der Highlights des Samstags gewesen. Die überaus drolligen und sympatischen Gesellen haben das Genre des „Pagan Folk“ quasi erfunden. Diese sehr stimmungsvolle Musik hebt sich sehr von den üblichen Saufliedern von Mittelalterbands ab, wobei noch zu klären wäre, ob man Omnia wirklich zu den Mittelalterbands zählen kann. Pagan Folk ist eigentlich ein eigenes Genre. Auch Faun, die am Sonntag zu sehen waren, zählen nicht zu den üblichen Verdächtigen der Mittelaltermusik.

Bild: Carsten Ace Dahlmann

Mit der Ansage „Dear fellow monkies, our world is dying“ betonte Steve Sic, Sänger und Begründer der Band, dass Omnia natürlich durch ihre Musik unterhalten wollen, aber dass die Band auch eine Botschaft habe. Freiheit, Umweltschutz und politischer Protest sind Teil des künstlerischen Ausdrucks. Auch die Bekundung der Solidarität mit Pussy Riot durfte nicht fehlen. Von der grandiosen Live Performance will die Schmitt gar nicht erst anfangen. Wer noch die Gelegenheit hat, Omnia in der Umgebung zu erleben, sollte dies unbedingt tun.

Das Copyright der Fotos liegt bei Carsten Ace Dahlmann. Danke für die Mühe 😀

Der 13 Krieger – oder: die lustige Geschichte von Ibn Fadlan

Da die Schmitt ihre Magisterarbeit abgegeben hat und dennoch nicht aufhören kann, die Welt mit Schriftstücken zu behelligen, wird die Schmitt jetzt von Ibn Fadlan berichten. Dieser arabische Mann hat tatsächlich gelebt und hat 922 einen manchmal wenig schmeichelhaften Bericht über einige Wolgabulgaren (Waräger) geschrieben. Allgemein bekannt geworden ist er jedoch wegen des kurzweiligen Films Der dreizehnte Krieger. Dieses Werk erfreut sich bei Wikingern und Leuten, die es werden wollen, großer Beliebtheit.

Ibn Fadlan, der genau so aussieht wie Antonio Banderas, flirtet mit einer verheirateten Frau und wird zur Strafe ins Barbarenland geschickt. Wie Guido Westerwelle, nur ohne Flugzeug. In seiner Begleitung ist Omar Sharif. Der gute Ibn trifft auf gestandene Wikinger und erfährt, dass gerade der König gestorben sei. Da klopft es an der Tür. Es ist ein Kind und es will Hilfe für seine Sippe. Das Kind heißt übrigens Wulfgar, genau so wie der Typ mit dem Hammer in Drizzt Do’Urdens Gang. Unglaublich! OMG! Aber wie dem auch sei, eine alte Seherin erscheint und verkündet, dass 13 Krieger abreisen müssen. Die Sache verläuft für unseren Ibn etwas ungünstig: „Nummer tretten må icke være en fra nord.“  Was Herger dem erstaunten Nordmann übersetzt mit: Tertius decimus homo septemtrio non sit, bedeutet, dass Ibn sich dem Himmelfahrtskommando anschließen muss, denn: Der dreizehnte Krieger darf kein Nordmann sein.

Das Altnordische im Film  ist nichts anderes als das heutige Norwegisch.
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Magisterarbeit… und so

Die Schmitt, die ja bekanntlich an einer Magisterarbeit schreibt, hat ihr Blog arg vernachlässigt.

Unsere Heldin war damit beschäftigt, die Büros der Professoren und diverse Ämter aufzusuchen. Letztendlich hat sich die Mühe gelohnt, denn die Schmitt wurde trotz immenser Verwirrung zur Abschlussprüfung zugelassen, das Studienabschlussbafög wurde gewährt und die Uni hatte ein Einsehen und gab der Schmitt die gezahlten Studiengebühren wieder. Im Prüfungssemester ist dies möglich. 😉
Auch die NRW-Bank, die Studenten das Geld für die Studiengebühren leiht, verlängert dies um ein Semester, wenn man das Prüfungssemester anmeldet. Das hatte der Schmitt niemand gesagt, sodass das Erstaunen groß war. <3
Positiv angemerkt werden sollte auch, dass mir die Uni diesen Monat nur nette Briefe geschickt hat. Sie lernen dazu. Eine ängstliche Schmitt ist eine lästige Schmitt. 😉

Nun muss die Schmitt morgen irgendwann den Titel der Arbeit rausrücken. Wie ihr hoffentlich alle gelesen habt, geht es um die Merseburger Zaubersprüche und um die Magie im frühen Mittelalter. Die Schmitt hat diesen Titel erdacht und fragt sich, ob er denn zu diesem hoffentlich epochalen Werk passen wird. Da isser:

Die althochdeutschen Zaubersprüche als Textzeugen einer Zeit des Übergangs zwischen germanischem Heidentum und sich etablierendem Christentum: Form und Inhalt frühmittelalterlicher Magiepraxis.

Die Schmitt ist sich unsicher. So sagt doch was! So sagt doch was!
Aber letztendlich ist das wieder eine dieser einsamen Entscheidungen, die eine Frau ganz allein treffen muss. *schnüff*  Ich habe es schwer, sehr schwer. Vielleicht schreibe ich ein Gedicht.

Edit: Die Prof sagt in der Mail, ich kann mir mit dem Titel Zeit lassen. Die Frau vom Prüfungsamt sei die Woche nicht da. 😀

Inzest – ein No-Go?

Die Schmitt wurde heute informiert, dass die Grüne Jugend Brandenburg und Niedersachsen  einen Antrag gestellt hat, § 173 des Strafgesetzbuches abzuschaffen. Liebe unter Verwandten, sofern es sich nicht um Kindesmissbrauch handle, solle legalisiert werden. Spontan verursacht diese Vorstellung sicher ein „Igitt“, besonders bei Menschen,  die Bruder und Schwester haben. Die Schmitt als leidendes Einzelkind hat natürlich wenig Vorstellung von Familienbanden.
Wie dem auch sei, die Frage ist: Kann man aufrichtig Liebende davon abhalten, die Liebe auch körperlich zu vollziehen? Darf der Staat sich in das Liebesleben von Menschen einmischen, wenn niemand verletzt wird?
Für ein Verbot spricht sicherlich,  dass die Kinder von Geschwistern nicht nur körperliche Probleme haben können, sondern auch in der Schule und im sonstigen Umfeld unter Hänseleien leiden könnten.
Eine Identitätskrise ist so gut wie sicher, wenn die Beleidigung „deine Eltern sind Geschwister“ auch noch zutrifft. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Jugendamt durch eine solche Familienkonstellation nicht weniger zu tun haben wird. more…

Vom Rülpsen, Hauen und Stechen

Wieder einmal ein wundertoller Essay aus Schmittis Feder. 😉

Vom Rülpsen, Hauen und Stechen

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