Popcorn, Seifenblasen und ein neuer AStA

Da das „Revolutionär Sozialistische Forum“ schon fleißig war und einen Bericht abgegeben hat, darf auch die Schmitt nicht ruhen.

In der Tat wurde nach den Stupa-Wahlen ein neuer AStA gewählt. Nun heißt es im RSF-Artikel: „In einer ungeheuerlichen Mißachtung des höchsten beschlußfassenden Gremiums der Studierendenschaft wurde von der erdrückenden Mehrheit des Bürgerblocks zunächst jede Frage, jede kritische Anmerkung, jeder Ansatz einer Debatte unter Zuhilfenahme von Geschäftsordnungsanträgen im Keim erstickt.“

Dies hört sich wirklich nicht nett und kollegial an. Was ist da passiert? „Wie ist dieser Affront zu erklären? War er ein Audruck der gereizten Stimmung angesichts der vorzeitigen Veröffentlichungen einzelner Personalia und schließlich des Koalitionsvertrages?“, fragt sich das RSF in seinem Blogeintrag. Die Schmitt denkt nicht, dass dies der Stein des Anstoßes war. Sicherlich sollten dem Doppelagenten die Hammelbeine langgezogen werden, aber das ist eigentlich ein Fliegenschiss.
Die Stimmung war schon vorher nicht gut.

„Aber woran liegt das, Schmitt?“, werden sich jetzt einige fragen. Die Angepisstheit des bürgerlichen Lagers ist mit Sicherheit darauf zurückzuführen, dass einige Mitglieder des alten AStAs inklusive Umfeld die Nazikeule zücken. Wer nicht links ist, na, der ist ein Nazi. Diese Vorwürfe sind zum einen nicht gerechtfertigt, zum anderen verhöhnen sie jene, die durch echte Nazis zu Schaden gekommen sind. Das ist nicht gerade lustig. Wer sich angesprochen fühlt, sollte mal darüber nachdenken. Auch die Ausdrücke „undemokratisch“, „menschenverachtend“ und „homophob“ sind ein wenig zu oft gefallen. Das betrifft nicht nur die LHG, denn es wurde zum Beispiel erzählt, der BTS (Bund türkischer Studenten) bestünde aus Mitgliedern der Grauen Wölfe. Auch die geplante Anfechtung der Wahlen durch die Opposition, siehe Blickfeld,  trägt jetzt nicht zum Gruppenkuscheln bei.

Aussagen wie “ das ist kein mitte-rechts-asta das sind verfluchte konservatie wichser gemischt mit nazis…“ (Facebook) tragen bestimmt zu friedvoller Stimmung bei. Es würde an gleicher Stelle geäußert, das „zwangsneurotisches LHG-Gedöns“ solle sich nicht so anstellen, „das einzige Wort, das tatsächlich gefallen [sei), ist „rechtspopulistisch“. Naja, ist ja nicht so schlimm. Schwamm drüber.
Dieselbe Gruppierung gab sich während der konstituierenden Sitzung des StuPa allerdings nicht offen aggressiv, sondern recht verspielt. Es wurde Popcorn mitgebracht und während andere Leute sprachen, wurden lustige bunte Seifenblasen erzeugt, die scheinbar die ganze Aufmerksamkeit ihrer Erschaffer in Anspruch nahmen. Das ist sehr unhöflich, liebe Kinder!

Ich teile die Hoffnung des Kleinenbenne: „Eine spannende Legislaturperiode steht also bevor und es bleibt zu hoffen, daß es trotz der notwendigen Härte in der politischen Auseinandersetzung nicht zu kleinlichen, persönlichen Streitereien kommt und sachliche Debatten im StuPa jederzeit möglich sind.“

Dies ist aber nur möglich, wenn beide Seiten ihre nicht geringen Vorurteile überwinden und wenn man auf Schläge unter die Gürtellinie verzichtet. Es geht schließlich nicht darum, wer die beste und coolste politische Ausrichtung hat, sondern darum, dass der AStA funktioniert.

Offizielle Berichte gibt es von der LHG, der PARTEI und dem RSF, wie oben schon erwähnt und verlinkt. 😉


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One Response
  1. […] Studierender zu stellen; stattdessen thematisiert Mirja Schmitt (LHG) dieses Verhalten in ihrem Blog und weiß zu berichten, dass das „bürgerliche Lager“ im Vorfeld mit Attributen wie […]

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