Archive for the Category »Lyrik «

Cuirina – eine moderne Bardin

Nicht nur vom geschriebenen, sondern auch vom gesungenen Wort will die Schmitt heute ihren imaginären Lesern erzählen. In der Zeit, in der Musik häufig aus der Konserve kommt, ist es schön, wenn es noch Ausnahmen gibt. Die Schmitt, die sich für Filk begeistern kann, will ihren Lesern, die Lieder von Cuirina ans Herz legen.

Die Lieder, die oftmals von Liebenden handeln, deren Schwierigkeiten unüberwindbar sind, verzauberten einst die Schmitt. Constanze Spengler, aka Cuirina, schreibt ihre Texte selbst, singt und spielt die Harfe. Die Germanisten unter uns werden wissen, dass der Begriff Lyrik von einer nahen Verwandten der Harfe kommt, der Lyra. Die Bardin setzt die Tradition fort, in ihren Liedern ganze Geschichten zu erzählen.

Cuirina (Foto. Johannes Erkes)
Die Lieder der Künstlerin sind übrigens nicht käuflich. Wer sie bekommen möchte, kann sie auf ihrer Homepage herunterladen. Wer sich dafür bedanken möchte, kann ihr ein Geschenk von ihrem Wunschzettel machen. Eine schöne Idee in Zeiten der GEMA und ähnlicher Schweinehunde. more…

Met und Miezen und ein riesiges Walhalligalli – Feuerschwanz im LCB

Am 01.11. ist es wieder so weit. Die allseits durch „Met und Miezen“ bekannte Mittelalter-Folk-Comedy-Band kommt, um alle Wuppertaler Maiden und Recken zu beglücken. Ja, das kann man auch zweideutig sehen. Freuen wir uns auf zotige Späße, die meilenweit unter der Gürtellinie liegen, auf den attraktiven Prinz Hodenherz, seine Mannen und und natürlich die Miezen, die selbstverständlich auch wieder mitkommen dürfen, zu uns, nach Wuppertal. 😀

Wer die Truppe noch nicht kennt, der wird sich natürlich fragen, was diese Leute überhaupt so machen. Die Legende, die das alles erklären kann, hat die Schmitt auf Wikipedia gefunden:

„Auf der Suche nach Reichtum und Heldentaten brach der Hauptmann 1223 auf, um sich den Kreuzzügen anzuschließen. Er begegnete in einem Freudenhaus in Jericho den anderen Recken und gemeinsam beschlossen sie, lieber wieder in die Ruine der Burg Feuerschwanz zurückzukehren und ihrer gemeinsamen Leidenschaft für Minne, Met und Miezen zu frönen. Dort trieben sie es allerdings etwas zu bunt, so dass sie von einer auf Rache sinnenden Hexe dazu verflucht wurden, erst Ruhe zu finden, wenn es ihnen gelingt, im Laufe eines Jahres sechs nahezu unlösbare Aufgaben zu erfüllen. Da dies bisher von Jahr zu Jahr gescheitert ist ist der Haufen nun seit fast 800 Jahren auf Tour.“ more…

Die Braut von Korinth

Diesmal  wieder  Vampire. Die Braut von Korinth von Johann Wolfgang von Goethe ist ein relativ unbekanntes Werk, über das man wenig Sekundärliteratur findet. Auch im Netz findet sich wenig Hilfreiches.
Da man ja alles immer selbst machen muss, wenn man es ordentlich erledigt haben will, kommt hier jetzt eine erbauliche kleine Interpretation. Jetzt ist die Gelegenheit, sich ein klein wenig zu freuen, lieber Leser!

Worum geht es eigentlich?

Ein heidnischer Jüngling aus Athen reist nach Korinth, um die ihm versprochene Braut zu sehen (möglicherweise auch direkt zu ehelichen). Es besteht nämlich die Möglichkeit, dass die Schwiegereltern ihre Eide, da sie Christen geworden sind, nicht mehr wahrnehmen könnten: Aber wird er auch willkommen scheinen?// Wenn er teuer nicht die Gunst erkauft?// Er ist noch Heide mit den Seinen,// Und sie sind schon Christen und getauft.

Dort angekommen, fällt er todmüde aufs Bett. Die Müdigkeit vergeht ihm, als ein blasses Mädchen in sein Zimmer kommt. Der Jüngling scheint nicht gerade schüchtern zu sein, denn er beginnt wie verrückt zu baggern: Bleibe, schönes Mädchen […] Hier ist Ceres‘, hier ist Bacchus‘ Gabe // Und du bringst den Amor, liebes Kind!


Was er meint, ist quasi Wein, Weib und Gesang. Aber er hat sogar noch Brot da. Wer würde da nicht schwach werden? more…

Schmitt’sche Lyrik

Inspiriert von den expressionistischen Wasserleichengedichten habe ich nun selbst ein zartes Gedicht verfasst. Ich habe mich ja erst nicht getraut, es zu veröffentlichen, aber nun ist es soweit. 😉 more…

Das Gothicgedicht Teil II – oder: von der Muse geküsst.

Das Schmitti hat sich überlegt, heute, wirklich heute mal drei gute Gedichte zu verfassen. Leider ist es zu faul unkreativ dazu und musste sich Hilfe holen, wie es auch schon die liebe Faverne getan hat. So ein Germanistikstudium führt ja nirgends hin. Da isst man lieber einen Salat. Der hat immerhin Vitamine. more…

Das Gothicgedicht

Ich werde mich heute einem wichtigem Genre der Lyriklandschaft widmen: den Gedichten von traurigen Kreaturen, die nie wirklich verstanden werden. Der durchschnittliche zornige, ach, nein, traurige junge Gothic schreibt Gedichte über seinen Gram und über seinen Gram, nicht zu vergessen über Kummer. Häufig auch über Blut. Kindesmissbrauch wird in letzter Zeit ebenfalls sehr beliebt bei den jungen Dichtern. Ein beliebtes Motiv ist der Selbstmord in der Badewanne, gerne mit Scherben.
Die Adressaten sind andere Gothicwesen, denen auf diese Weise mitgeteilt wird, dass es dem lyrischen Ich, das stets identisch mit dem Schreiber ist, extrem schlecht geht, weil a) der Freund / die Freundin ihn/sie/es verlassen hat oder b) er/sie/es nicht nach 24 Uhr vor die Tür darf oder c) Sonstiges.
Das Reimschema ist entweder ein Kreuzreim (a-b-a-b) oder gar keiner, was bei den gebeutelten Kreaturen, die verzweifelt nach Metaphern suchen, nicht selten ist.
Aus rhetorischem Mangel heraus nutzt der kleine Gothic phrasenhafte Metaphern wie ,,gefallener Engel mit gebrochen Flügeln“ oder ,,mein kleines schwarzes Herz“.
Der geneigte Leser sucht voller Verzweiflung nach einer politischen Aussage, jedoch wird hier und da das leise Stimmchen der Gesellschaftskritik laut, wird doch der/die/das Gothic beim a) Volleyball b) Fußball oder c) Brennball als Letztes gewählt, was Wunden schlägt, die nie wieder geheilt, aber durch die Poesie doch zumindest gelindert werden können.

Mit diesen Zeilen möchte das Schmitti Euch auf diese gepeinigten Kreaturen aufmerksam machen, die unbemerkt unter Euch leben. Und vielleicht lest Ihr mal ein solches Gedicht, denn wenn nicht Ihr, wer dann? 😉

P.S.: Und das nächste Mal wird das Schmitti über begabte Gothicautoren der vergangenen Jahrhunderte berichten. Es bleibt spannend. Oder auch nicht. Ist ja alles subjektiv. Niemand mag mich. *heul*

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