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	<title>schmittis-welt.de &#187; Kurzgeschichten</title>
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		<title>Halloween, Neuigkeiten und eine Kurzgeschichte</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 19:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Schmitt hat hier ja lange nichts geschrieben, denn der Alltag hatte sie in seinen einnehmenden Griffeln. In der Zwischenzeit gab es Neuigkeiten von der Magisterarbeit (2,0), die Schmitt hat viele Nachhilfestunden in diversen Fächern gegeben und Jason Dark, den Großmeister des Horror-Trash behelligt. Das ist hier zu bestaunen. In der Zwischenzeit sind auch wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schmitt hat hier ja lange nichts geschrieben, denn der Alltag hatte sie in seinen einnehmenden Griffeln. In der Zwischenzeit gab es Neuigkeiten von der Magisterarbeit (2,0), die Schmitt hat viele Nachhilfestunden in diversen Fächern gegeben und Jason Dark, den Großmeister des Horror-Trash behelligt. Das ist <a href="http://www.r2inside.de/bildungsbuerger/kleinkunst/658-r2-bildungsbuerger-edgar-allen-poe-lesung-mit-jason-dark-im-bergischen-loewen-in-bergisch-gladbach.html" target="_blank">hier</a> zu bestaunen. In der Zwischenzeit sind auch wieder drei Schwedenkilos im Nirvana verschwunden und die Schmitt lernt fleißig für die erste mündliche Magisterprüfung, die Märchenhaftes, Schauriges und Abseitiges zum Thema hat.</p>
<p>Das ist also das Motto der kommenden drei Wochen. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Passend dazu gibt es eine Kurzgeschichte, die ich im Februar für einen Literaturwettbewerb schrieb, die aber von den Banausen verschmäht wurde.</p>
<p><a href="http://schmittis-welt.de/wp-content/uploads/2011/10/Allerheiligen1.pdf">Allerheiligen</a></p>
<p><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-nd/3.0/de/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" /></a><br />
<span>Allerheiligen</span> von <a rel="cc:attributionURL" href="http://schmittis-welt.de/2010/12/04/schweben/">Mirja Schmitt</a> steht unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz</a>.</p>
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		<title>Schweben &#8211; mein Beitrag zum Schreibwettbewerb</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 19:57:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Liebende, liebe Leser, ich präsentiere den zweiten Platz des Schreibwettbewerbs der AStAs der Universität Wuppertal. Das hört sich natürlich alles glorreicher an, als es ist, denn der Schreibwettbewerb ist eigentlich niemandem aufgefallen, sodass es auch nur zwei Teilnehmer gab. Die Siegergeschichte erscheint dann in der n.n. und jetzt schon online. Hier nämlich. Ansonsten war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Liebende, liebe Leser,</p>
<p>ich präsentiere den zweiten Platz des Schreibwettbewerbs der AStAs der Universität Wuppertal. Das hört sich natürlich alles glorreicher an, als es ist, denn der Schreibwettbewerb ist eigentlich niemandem aufgefallen, sodass es auch nur zwei Teilnehmer gab. Die Siegergeschichte erscheint dann in der n.n. und jetzt schon online.<a href="http://www.asta.uni-wuppertal.de/home/?tx_ttnews[tt_news]=95&amp;cHash=586328153176fd680f7f68414bd6fa53" target="_self"> Hier nämlich</a>. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ansonsten war es allerdings ein lausiger Schreibwettbewerb. Die Kommunikation war grauenhaft. Eigentlich wurde die ganze Zeit nur die andere Autorin informiert, wie der Stand der Dinge war. Ausgrenzung hat viele Gesichter, meine Freunde. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Meinen treuen Lesern will ich diese herzige, wenn auch in Eile geschriebene Geschichte nicht verwehren.</p>
<p><a href="http://schmittis-welt.de/wp-content/uploads/2011/07/document1.pdf">Meine Geschichte</a></p>
<p><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-nd/3.0/de/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" /></a><br />
<span>Schweben</span> von <a rel="cc:attributionURL" href="http://schmittis-welt.de/2010/12/04/schweben/">Mirja Schmitt</a> steht unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz</a>.</p>
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		<title>Jetzt auch hier: Eiskalte Zombieherzen ;)</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Dec 2010 13:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
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		<description><![CDATA[Diese Kurzgeschichte ist auch auf der Asta-Seite der Bergischen Universität Wuppertal verlinkt. Der Link klappt allerdings nicht mehr. Da ich gerade in Zombielaune bin, soll die Geschichte auch hier einen Platz finden. Dann viel Spaß (oder auch nicht) bei der Lektüre der Eiskalten Zombieherzen. Als ich das warme Haus verließ war die Kälte wie ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Kurzgeschichte ist auch auf der Asta-Seite der Bergischen Universität Wuppertal verlinkt. Der Link klappt allerdings nicht mehr. Da ich gerade in Zombielaune bin, soll die Geschichte auch hier einen Platz finden. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Dann viel Spaß (oder auch nicht) bei der Lektüre der <strong>Eiskalten Zombieherzen. </strong></p>
<p>Als ich das warme Haus verließ war die Kälte wie ein  Schock. Tausend kleine Eisnadeln stachen mir ins Gesicht. Ich zog den  Wollschal über die Nase und schauderte, dachte aber gleichzeitig an die  Vorteile des frostigen Wetters. Unser Radius wurde wieder etwas größer.  Ein Blick auf das Außenthermometer zeigte, dass die Temperatur bei –15  Grad lag. Es war früh am Morgen, es würde vielleicht noch ein wenig  wärmer werden, aber nicht viel. In die verlassenen Außengebiete zu gehen  und dort nützliche Dinge zu sammeln war also relativ sicher. Dinge, die  uns fehlten, da der letzte richtig kalte Winter eine Ewigkeit  zurücklag. Zumindest kam es uns so vor. Vieles fehlte uns, vor allen  Dingen Nahrung.</p>
<p>Ich blickte auf unsere kleine Gruppe, die aussah,  als ob sie eine Expedition zum Mount Everest plante. Wir trugen alle  Schneeanzüge, Springerstiefel und jeder von uns war ausreichend  bewaffnet. Die Gruppe sammelte sich vor den Gebäuden und ging durch die  Siedlung, vorbei an den jetzt brachliegenden Feldern, die einst, in  besseren Zeiten, Gärten gewesen waren. Jetzt baute man Kohl und  Kartoffeln an.<span id="more-457"></span></p>
<p>Wir marschierten durch das meterhohe eiserne Tor das  die Siedlung vom Rest der Stadt trennte. Die in den Wachdienst  eingeteilten Männer und Frauen hatten die eingefrorenen Untoten vor dem  Tor schon beseitigt. Nur ein unschöner Gestank gab noch Kunde von ihrer  Anwesenheit. Der Weg führte jetzt abwärts. Höher gelegene Gegenden waren  besser zu verteidigen als das Tal, und die Stadtgebiete und die neu  erbauten hohen Mauern boten ausreichend Schutz gegen eventuelle  Angreifer.</p>
<p>Wir liefen bergab Richtung B7. Mit einem etwas  beklommenen Gefühl gingen wir über die einst stark befahrene  Hauptstraße. Verlassene Autos standen kreuz und quer herum. Es bestand  immer ein Risiko, wenn man sich, zumindest im Sommer, verunglückten  Autos näherte. Es konnte immer jemand – oder eher gesagt, etwas – nach  vorbeigehenden Menschen greifen. Wenn man dann in die Nähe ihrer Gebisse  kam, war ein Entrinnen nicht mehr möglich. Aber auch der Kontakt zu  offenen Wunden und ausgelaufenen Flüssigkeiten konnte zu einer Gefahr  werden. Hinzu kam, dass sie durch ihr Stöhnen andere ihrer Art, die zwar  langsam waren, aber durch ihre quantitative Menge eine große Gefahr  darstellten, anlocken konnten.</p>
<p>Wir sahen ein paar von ihnen, allesamt eingefroren  und völlig bewegungslos. Ihre gierigen Gesichter waren zu Fratzen  verzogen, ihre Mäuler blutverschmiert. Sie sahen absolut leblos aus,  würden sich aber, sobald es taute, aus ihrem eisigen Bett erheben und  sich auf die Suche nach den Lebenden machen. Dazu ließen wir es nicht  kommen. Der große Ben, der einst bei den Feldjägern gewesen war, trennte  ihnen mit dem Shaolinspaten die Köpfe ab. Wir kippten ein wenig Benzin  darauf und ließen sie brennen.</p>
<p>Die Gruppe teilte sich auf. Die eine Hälfte würde  Rehe und Wildschweine in den Barmer Anlagen jagen, denn die  Fleischrationen wurden allmählich knapp. Die andere Hälfte würde  Verbandsmaterial, Medikamente, Konserven und Werkzeug in den Geschäften  und Häusern suchen.</p>
<p>Aber ich hatte andere Pläne. Mich zog es in die Barmer Innenstadt.</p>
<p>„Willst du wirklich allein gehen?“, fragte mich Knut Hebertsson, unser schwedischer Holzfällerpraktikant.</p>
<p>Ich nickte. Ein voller Magen und eine halbwegs  intakte Gesundheit war nicht alles, was wir brauchten. Nichts desto  trotz war ein voller Magen so wichtig, dass wir eigentlich keine Frau  oder keinen Mann bei der Jagd entbehren konnten. Was ich vorhatte, war  meine persönliche Herzensangelegenheit. Unser Frühstück war sowieso  schon karg ausgefallen, ein wenig Trockenfleisch, schrumpelige kleine  Äpfel und ein wenig Kartoffeln. Kohl konnte wirklich niemand mehr sehen.</p>
<p>Ich joggte also weiter Richtung Alter Markt. Es war ja wegen des Wetters nicht viel zu erwarten.</p>
<p>Gegen die Raubtiere half die Präsenz eines riesigen  Hundes sowie der Bogen, den ich bei mir trug. Früher war Bogenschießen  ein dekadentes Hobby, heute ungemein praktisch. Ich vergewisserte mich,  dass das Langschwert immer noch an meiner Seite hing, sagte meine  Freunden Lebewohl und machte mich auf den Weg.</p>
<p>Ich wanderte weiter über einstige B7. Ich kam an  zwei, früher oft frequentierten Fast-Food-Restaurants vorbei. Die Türen  beider Lokale wurden von kleinen Haufen aufgetürmter, aufgedunsener  Körper blockiert. Vielen von ihnen hingen noch große Fleischlappen aus  den Mäulern.</p>
<p>Der Anblick widerte mich an, und Balzac gab einen  überraschten Laut von sich. Sonst herrschte eine Stille, die man zu  Recht als Grabesstille bezeichnen konnte. Ein paar Möwen flogen  kreischend über das Gerippe der Schwebebahngleise. Auch sie hielten sich  von den leblosen Körpern fern, wie auch Ratten, Füchse und anderes  Getier. Ich schaute mich ein wenig um.</p>
<p>Ich sah die ehemalige Deutsche Bank. Was hier  passiert war, konnte ich nicht genau nachvollziehen. Fakt war, dass  mehrere Säcke mit 100€-Scheinen vor dem verlassenen Gebäude ausgekippt  worden waren und einen pappigen Bodenbelag abgaben.</p>
<p>Ich überwand das kurze Gefühl des Verlangens, das  noch aus einer anderen Zeit stammte. Diese Geldnoten waren Müll. Man  konnte sie nicht essen, man konnte sich damit nicht wärmen, und niemand  würde sie eintauschen wollen. Frustriert trat ich gegen eine Laterne,  während ich sah, wie ein einzelner nicht erstarrter Zombie voller  Sehnsucht nach warmem Fleisch gegen die Scheiben des Sicherheitsglases  der Bank schlug. Ich zeigte ihm den Stinkefinger und setze meinen Weg  fort. Es war jetzt neun Uhr morgens und ich wollte bald wieder zu den  anderen stoßen.</p>
<p>Ich musste aufpassen, als ich dann wieder am Burger  King vorbei Richtung Barmer Innenstadt lief. Der Boden war an einigen  Stellen sehr rutschig, und ich hatte kein Verlangen, mit gebrochenen  Knochen in Barmen herumzuliegen. Ein Plakat, das die Neueröffnung des  renovierten Hauptbahnhofes ankündigte, stimmte mich melancholisch.  Nachdem er mit allem Pomp eröffnet worden war, wurde er ein paar Wochen  später von Zombies überrannt. Die Kreaturen, die jetzt dort  herumlungerten, waren aggressiver und von noch geringerer  Sozialkompetenz als die Menschen, die dort früher ihren Tag verbracht  hatten.</p>
<p>Ich schüttelte meine düsteren Gedanken ab. Jetzt  galt es, herrenlose Geschäfte zu plündern. Ich fühlte einen  Adrenalinstoß bei dem Gedanken, in wärmere Gefilde vorzudringen und  hatte ein Gefühl von Vorfreude: Einkaufen gepaart mit einem Hauch von  Todesangst.</p>
<p>Mit feuchten Händen joggte ich, Balzac neben mir, Richtung Buchhandlung. Von außen konnte ich nichts erkennen.</p>
<p>Drinnen war nichts zu sehen. Ich betrat den  Eingangsbereich, wo die üblichen Bestseller herumlagen. Dan Brown und  andere Verkaufsschlager. Ich seufzte. Wir hatten im Dorf eine kleine  Bücherei und dort waren diese Bücher, die sogar ich aus Langweile  gelesen hatte, keine Mangelware. Weit vorne, ungefährlich zu greifen,  lagen auch diverse Frauenromane. Auf den Covern waren immer Frauen  abgebildet, die mit verschmitztem Gesicht Kaffee, Sekt, Kuchen oder  Pralinen verzehrten. Manchmal waren auch Stöckelschuhe darauf  abgebildet. „Dafür mussten Bäume sterben“, dachte ich erbost. Die  wichtigen Bücher waren natürlich weiter hinten, im potentiellen  Zombiegebiet. So eine Scheiße!</p>
<p>Mit steigender Herzfrequenz schlichen der gute Hund  und ich zu den hinteren Bücherregalen. Hier drinnen war es über null  Grad, also konnte hinter jedem Regal eine Überraschung auftauchen.</p>
<p>Es war nichts zu sehen. Ich kam bei den Schulbüchern  und den Reclamheften an und öffnete leise die Schnallen an Balzacs  Taschen, die er an den Seiten trug. Er schnaufte ungehalten, als er  plötzlich mehr Gewicht tragen musste. „Alles für einen guten Zweck, mein  Freund“, versuchte ich ihn zu beruhigen. Die Halbwüchsigen im Dorf  sollten sich nicht nur durch ihre Kampfausbildung und Dan Brown bilden.  Auf Zehenspitzen bewegte ich mich weiter Richtung Literatur. Die  Klassiker der Weltgeschichte musste ich auch noch mitnehmen. Als ich vor  dem Regal stand, fiel mir die Auswahl schwer. Zögernd packte ich Bram  Stokers <em>Dracula </em>und Tolstois <em>Anna Karenina </em>in den  Rucksack. Auf einmal ertönte ein raschelndes Geräusch. Panisch sah ich  mich um und versuchte, die Geräuschquelle auszumachen. Zu meiner  Erleichterung sah ich nur ein paar Iltisse weghuschen, die sich durch  meine Literaturrecherche gestört gefühlt hatten.</p>
<p>Ich packte schnell noch ein paar wichtige Werke in  den Rucksack und beschloss, schnell, nach ein paar kurzen Blicken,  wieder das Weite zu suchen. Plötzlich hörte ich Balzac knurren und ein  hungriges Stöhnen ertönte. Ich sah einen ehemaligen Buchhändler mit  sehnsüchtig ausgebreiteten Armen auf mich zuschwanken. Erschrocken zog  ich das Langschwert. Zu meinem Glück war der ohnehin schon langsame  Untote nicht der Schnellste, da er sich schon in einem fortgeschrittenen  Stadium der Verwesung befand. Ich trennte ihm den Kopf ab, der  klatschend auf dem Prinzessin-Lillifee-Merchandising-Tisch landete.  „Gna, Gna, Gna“, rief der Kopf, der immer noch menschliches Fleisch  begehrte, empört. Dann ging ihm die Luft aus und er rief nur noch stumm.  Ich wischte das Schwert an den Frauenromanen ab und verließ den Ort.  Als ich zurück zu unserem Treffpunkt kam, hatten die Jäger schon Beute  gemacht. Die Wildschweine hatten sich wirklich extrem ausgebreitet.  Heute Abend würde es ein Festmahl und neue Fellschuhe geben. Hoffentlich  blieb es noch so kalt.</p>
<p>Ein paar Monate später war das Wetter natürlich  sommerlicher. Auch die Untoten, deren Zahl wir in den frostigen Wochen  deutlich dezimiert hatten, bekamen Frühlingsgefühle und klopften an  unsere Türen. Auf Regen folgt Sonnenschein, auf Schnee und Frost  Zombies. So war das halt, aber der nächste Winter würde kommen.</p>
<p><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/"><img alt="Creative Commons Lizenzvertrag" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-nd/3.0/de/88x31.png" /></a><br /><span xmlns:dct="http://purl.org/dc/terms/" href="http://purl.org/dc/dcmitype/Text" property="dct:title" rel="dct:type">Eiskalte Zombieherzen</span> von <a xmlns:cc="http://creativecommons.org/ns#" href="http://schmittis-welt.de/2010/12/26/jetzt-auch-hier-eiskalte-zombieherzen" property="cc:attributionName" rel="cc:attributionURL">Mirja Schmitt</a> steht unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz</a>.</p>
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		<title>Stöckchen: Weihnachtsgeschichte auf Raten</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 21:06:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Dahlmann hat mir sozusagen die virtuelle Schreibfeder zugeworfen, auf dass ich die Geschichte, die er und die unten genannten mir Unbekannten bereits begonnen haben, weiterführe. Das werde ich tun. Himmelschwarz Konna Feronia Hannah Chris Hakan Chaosmacherin Rumi pVt_m4sTeR Eglathôlion Jetzt noch kurz die Regeln, danach geht’s endlich los. Jeder schreibt so viel er möchte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Dahlmann hat mir sozusagen die virtuelle Schreibfeder zugeworfen, auf dass ich die Geschichte, die er und die unten genannten mir Unbekannten bereits begonnen haben, weiterführe. Das werde ich tun. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://himmelschwarz.com/2010/12/14/weihnachtsgeschichte-auf-raten/">Himmelschwarz</a><br />
<a href="http://www.gedankendeponie.net/2010/12/15/stockchen-weihnachtsgeschichte-auf-raten/">Konna</a><br />
<a href="http://feronia.wordpress.com/2010/12/15/weihnachtsgeschichte-auf-raten/">Feronia</a><br />
<a href="http://aheadwork.de/2010/12/15/stockchen-weihnachtsgeschichte/">Hannah</a><br />
<a href="http://www.polaroidmedchen.de/2010/12/15/stockchen-weihnachtsgeschichte/">Chris</a><br />
<a href="http://www.ichschwoersdir.de/2010/12/16/stockchen-weihnachten-die-geschichte/">Hakan</a><br />
<a href="http://chaosmacherin.de/2010/12/17/stockchen-weihnachtsgeschichte-auf-raten/">Chaosmacherin</a><br />
<a href="http://lostnhelix.blogspot.com/2010/12/stockchen-eine-kleine.html">Rumi</a><a href="http://dailyportal.de/stockchen-weihnachtsgesichte-auf-raten/109/" target="_blank"></a><br />
<a href="http://dailyportal.de/stockchen-weihnachtsgesichte-auf-raten/109/" target="_blank">pVt_m4sTeR</a><br />
<a href="http://www.eglatholion.de/2010/12/21/stoeckchen-weihnachtsgeschichte-auf-raten/" target="_blank">Eglathôlion</a></p>
<p>Jetzt noch kurz die Regeln, danach geht’s endlich los. <img src="http://www.eglatholion.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif" alt=":-)" /></p>
<p><em>Jeder schreibt so viel er möchte, einen Satz, oder zwei oder   auch einen oder mehrere Absätze und reicht den Gesamttext dann an eine   Person weiter, und so soll bis zum 24. eine Geschichte entstehen.  Lustig,  traurig, besinnlich, eigenartig, kritisch oder von allem ein  Bisschen  was. Dem Ganzen sind keine Grenzen gesetzt.</em></p>
<p><em>Bitte verknüpft immer diejenigen, die vor euch das Stöckchen hatten, damit die Story nicht „verloren“ geht.</em></p>
<p>Sie würde wieder zu spät kommen, sie wusste es, aber was konnte sie   denn schon dafür, dass ihr der verdammte Bus vor der Nase davongefahren  war? Der dämliche Busfahrer hätte ja auch kurz warten können und nicht   noch extra auf die Tube drücken müssen. Wenn es nicht auch noch so   schrecklich kalt wäre. Sie hüpfte von einem Bein auf das andere und   versuchte sich mit Gedanken an den Sommer zu wärmen. Doch sommerliche   Gedanken waren bei diesen Temperaturen und dem Anblick von abertausenden   LEDs, die Weihnachtsmänner, Rentiere, Geschenkepäckchen, Christbäume   und anderen Weihnachtskitsch bildeten, nicht einfach.<span id="more-365"></span></p>
<p>Da es ewig dauern würde, bis der nächste Bus käme, konnte sie   genauso gut auch zu Fuß weitergehen. So blieb sie immerhin in Bewegung   und das war allemal besser als zitternd herumzustehen und zu warten,   zumal es sowieso nicht abzusehen war, wann und ob der nächste Bus käme,   denn das Schneegestöber wurde immer heftiger. Sie erinnerte sich noch   genau an die Worte des Radiomoderators: „Wenn es nicht unbedingt sein   muss, dann bleiben Sie daheim, es wird ungemütlich und bitterkalt!“ Sie   wiederholte die Wörter in ihren Schal murmelnd, den sie bis über die   Nase gezogen hatte. „So ein Schlaumeier“, sprach sie dann etwas   deutlicher. Es war ja niemand da, der sie hätte hören können. Allein   stapfte sie durch den Schnee, setzte vorsichtig einen Fuß vor den   anderen und dachte nach. Darüber, ob es die richtige Entscheidung   gewesen war, ihr Kommen zugesagt und sich auf den Weg gemacht zu haben.   Und natürlich über die möglichen Folgen ihrer Verspätung. Sie ärgerte   sich über sich selbst.</p>
<p>Sie wurde immer wütender. Auf sich selbst, das Wetter, die ganze   Welt. Natürlich war kein Mensch draußen unterwegs, natürlich wurde das   Schneetreiben noch dichter und natürlich würde sie so eine Ewigkeit für   den Weg brauchen. „Ich sollte wenigstens anrufen, um Bescheid zu  sagen!“  Sie fing also an, in ihrer Tasche zu wühlen. Eine von diesen  großen,  praktischen, in denen man seinen halben Hausstand unterbringen  konnte  und nie das fand, das man gerade wollte. Schnee fiel in die  Tasche,  während sie suchte. Sie fluchte, sie kramte, sie fand dort  alles  Mögliche, aber nicht das Handy.</p>
<p>Sie spürte, wie die Wut in ihr größer wurde und wie immer, wenn das   geschah, begann es vor ihren Augen zu flimmern. Zitternde Sterne   mischten sich unter das Schneegestöber, leuchteten im gleichen Pulsieren   wie ihr schneller werdender Herzschlag und brannten in ihren Augen,  die  sie ärgerlich zusammenkniff. „Nicht jetzt!“, murmelte sie sich  selbst  zu, doch der weinerliche Ton ihrer Stimme schürte ihren Zorn  erneut. Sie  hasste es, wenn sie sich anhörte wie ein kleines Mädchen.</p>
<p>Das altbekannte Kribbeln begann in ihren Fingern, die von der Kälte   bereits bläulich schimmerten, nun jedoch langsam wieder an Farbe   gewannen. Als sie die Augen beinahe verzweifelt wieder öffnete, sah sie,   wie die Sterne, die vor ihren Augen getanzt hatten, zu ihren   Fingerspitzen flogen. Knisternd wie freigesetzte Elektrizität verharrten   sie dort, darauf wartend, gelenkt zu werden und sie wusste, dass sie   keine andere Wahl mehr hatte. Sie musste ihren Zorn entladen, ehe er   sich gegen sie wandte. Suchend sah sie sich um und hob ihren Kopf, als   sie ein leises Rascheln über sich hörte. Sicher ein Vogel. Einen Vogel   konnte sie opfern. Lieber einen Vogel als einen Menschen. Entschlossen   hob sie ihre Arme, die Sterne an ihren Fingern leuchteten auf, schmolzen   die entgegenkommenden Schneeflocken, und mit einem leisen Keuchen   entließ sie sie in die Nacht. Wie ein winziger Komet flogen sie nach   oben und ein leiser Schrei entfuhr ihr, als das Leuchten die Umgebung   erhellte, und sie erkannte, dass es gar kein Vogel war. Doch es war   bereits zu spät.</p>
<p>„Nein!“, murmelte sie und rannte auf die Absturzstelle zu.</p>
<p>„Nein!“, schrie sie auch nochmal, als sie an diesem großen Fleck   ankam, der sich in den Schnee geschmolzen und durch die dünne Eisschicht   gebrochen hatte. Überall lagen die klaren Zeichen eines schrecklichen   Unfalls im weißen Samt des Schnees versenkt, schmolzen sich ihren Weg   unter die Schneedecke. Sie traute ihren Augen kaum und musste zwei mal   blinzeln, um dem Schrecken gewahr zu werden, den sie gerade durch etwas   Wut angerichtet hatte.</p>
<p>Überall auf der weichen Oberfläche, die das Mondlicht sanft   reflektierte, brannten kleine Packschleifen, buntes Geschenkpapier und   wollene Socken. Im Epizentrum, der Stelle mit der größten   Schneeverdrängung, waren lediglich noch die Kuven eines Schlittens zu   sehen. Hastig machte sie sich daran, das riesige Gefährt freizulegen,   nicht wissend, was sie erwarten würde.</p>
<p>Je mehr sie buddelte, desto schneller wurde sie, je schneller sie   wurde, desto heftiger bebte ihr Herz, je heftiger es bebte, desto   zittriger wurden ihre Hände, ihr Atmen. Das Weiß des Schnees verschmolz   Handschaufel um Handschaufel mit dem Weiß ihrer Haut. Sie saß auf dem   Boden, und bei dem Versuch, Gott weiß wen zu befreien, schüttete sie  sich  immer mehr selbst zu, der Schnee stand ihr schon bis zum  Bauchnabel. Die  Kälte des Eises trieb das Blut zurück in ihren Körper  und lackierte  ihre Finger violett. Sie brannte. Plötzlich stieß sie mit  voller Wucht  auf Widerstand, ihr Nagel brach ab, sie tröpfelte rot auf  weiß, auf  schwarz. Schwarz, warum schwarz?</p>
<p>Sie grub noch ein Bisschen tiefer, und was sie dann sah ließ ihr das   Blut in den Adern gefrieren. Da lag ein kleines, rothaariges Mädchen in   einer schwarzen Jacke. Sie sah ein bisschen aus wie … Nein, das konnte   nicht wahr sein!</p>
<p>Immer noch verwundert schaute sie auf das Fleckchen vor sich und   versuchte ihre Gedanken zu ordnen. Im ersten Moment dachte sie, dass sie   sich einfach irrte und ihr kalter Körper sich irgendetwas eingebildet   hatte, doch sooft sie blinzelte, das Bild vor ihr veränderte sich   nicht. Die roten Haare des Mädchens sahen in dem weißem Schnee aus wie   feine Blutgerinnsel. Dann schüttelte sie den Kopf und versuchte sich   wieder darauf zu konzentrieren wer, oder was sie denn vor sich liegen   hatte.</p>
<p>Sie starrte das Mädchen regelrecht an und beobachtete, wie die   Schneeflocken auf ihrer Haut schmolzen. Nachdem sie sich wieder besonnen   hatte, eher herauszufinden was ihr fehlt und wer sie war, als sie   pausenlos anzustarren, bewegte sich das Mädchen.</p>
<p>„Weiter graben“, murmelte sie und versuchte das verschüttete Mädchen   weiter freizulegen.  Sie konnte keine offensichtlichen Verletzungen   erkennen, entdeckte allerdings ein merkwürdiges Tattoo auf der   Innenseite des Armes des Mädchens. Es erinnerte sie an ein antikes   Symbol, dass sie schon einmal in einem ihrer wirren Träume gesehen   hatte. „Wer war dieses Mädchen?“, fragte sie sich lauter als   beabsichtigt. Da erwachte das Mädchen, sah sich mit großen Augen um und   fragte:<br />
„“Wo bin ich?“<br />
„In Sicherheit“ , sagte sie.<br />
Das Mädchen war schwach, so schwach, dass sie postwendend wieder   ohnmächtig wurde. Sie beschloss, das Mädchen mitzunehmen, was angesichts   ihrer Ohnmächtigkeit recht schwer werden dürfte.</p>
<p>„Langsam“, sagte sie sich. „Nachdenken.“  Sie hatte sich also wieder einmal nicht beherrschen können und ihre Wut  siegen lassen. Dabei hatte sie aus Versehen den Weihnachtsmann vom  Himmel geholt, der sich letztlich aber als rothaariges Mädchen entpuppt  hatte, der die eine  schwarze Jacke trug und nun ohnmächtig war. Eine schwierige Situation,  dabei wollte sie doch einfach nur mit ihren Freundinnen Weihnachten  feiern. Na ja … mit ein paar Freundinnen und ein paar Jungs. Nun, und  ein paar Flaschen Glühwein. Und Amaretto, versteht sich. Aber das musste  nun wohl erst einmal verschoben werden. „Die Weihnachtsfrau braucht  Hilfe“, sagte sie entschlossen und rappelte sich auf. Sie musste sie  hier wegbringen. Als sie sich umschaute, überlegend, wie sie die  Verletzte transportieren konnte, bemerkte sie plötzlich die Rentiere,  die sie zuvor gar nicht gesehen hatte. „Natürlich“, freute sie sich. „Wo  ein Schlitten ist, ist auch ein Rentier, heißt es doch im Volksmund“,  jauchzte sie.</p>
<p>Nachdem sie schließlich den Schlitten  wieder ausgegraben und die noch flugfähigen Rentiere wieder eingespannt  hatte – zwei hatten sich die schwer verletzt; aber sie hatte weder den  Mut noch die Waffe, um sie von ihrem Leid zu erlösen; aber sicherlich  könnte man auch später zurückkommen und sie irgendwie wieder heilen.  Vielleicht.  –, verfrachtete sie die junge Rothaarige auf den Schlitten,  arretierte sie mit rotem Geschenkband und flog los.</p>
<p>Nach ein paar Minuten hatte sie sich an  die gewöhnungsbedürftige Steuerung des protzigen Schlittens gewöhnt und  konnte auch etwas die Aussicht genießen. Plötzlich wurde sie eines  Geräusches gewahr: Hinter ihr stöhnte die Weihnachtsfrau jämmerlich. Sie  schreckte hoch, verdrehte die Augen, übergab sich plätschernd auf die  hell erleuchtete Stadt unter ihr – und sackte erneut ohnmächtig  zusammen.</p>
<p>Was hat diese kleine Person wohl für Verletzungen?<em> </em>Sie hatte von ihrem letzten Erste-Hilfe-Kurs alles vergessen und sie konnte unmöglich gleichzeitig den Schlitten lenken und sich um das Mädchen kümmern. Sie beschloss, den Schlitten zu landen. Im Vorgarten eines Medizinstudenten, den sie einst auf einer Party &#8230; Wie dem auch sei, er konnte dem Mädchen helfen und sie konnte vertuschen, dass sie ein Flugobjekt auf unorthodoxe Art und Weise vom Himmel geholt hatte. In einem Krankenhaus würde man komische Fragen stellen.</p>
<p>Die Landung gestaltete sich allerdings erneut schwierig. Sie kam mit einem heftigen Rumms auf und fuhr – mit immer noch hoher Geschwindigkeit – auf den rustikalen Jägerzaun zu. Der Schlitten mähte den Zaun um wie eine Mercedes E-Klasse einen unterwürfigen Kleinwagen. Das Gefährt schlidderte über den Schnee und kam an einem Apfelbaum zum Stehen. Unglaublich, er hatte keinen einzigen Kratzer abbekommen!</p>
<p>Sie warf sich die röchelnde Kleine über die Schulter und klingelte bei Hans, dem Medizinstudenten. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis der Penner endlich die Tür öffnete. Sie konnte ihre Finger kaum mehr spüren. Auf dem Scheißschlitten war es wirklich kalt gewesen. „Was dauert das so lange?“, schrie sie den verdutzten Hans an. Sie merkte, dass ihre Stimme wieder hysterisch klang. Hans tangierte dies nicht. Er war dicht bis in die Haarspitzen.<br />
„Was is’n?“, nuschelte er. Sie schubste ihn beiseite und legte die Kleine auf das schmierige Sofa. „Mach was!“, verlangte sie ungeduldig, während sie Hans immer wieder ohrfeigte.</p>
<p>&#8212;-</p>
<p>Das Stöcken habe ich an das <a href="http://www.Crazy666.de" target="_blank">Candra_Bo</a> weitergegeben. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Der Geist der Weihnacht</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 13:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schmitt, die gerade noch in glühweinseliger Verklärtheit den Tisch umklammert hatte, öffnete, durch das Spiel einer Blockflöte aufgescheucht, hektisch die Äuglein. Offensichtlich war sie auf einer Weihnachtsfeier und offensichtlich war der Dahlmann schuld, der mit zufriedenem Gesicht neben ihr saß. Nun gut, jetzt galt es zu vertuschen, dass man offensichtlich vergessen hatte, wo und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schmitt, die gerade noch in glühweinseliger Verklärtheit den Tisch umklammert hatte, öffnete, durch das Spiel einer Blockflöte aufgescheucht, hektisch die Äuglein. Offensichtlich war sie auf einer Weihnachtsfeier und offensichtlich war der Dahlmann schuld, der mit zufriedenem Gesicht neben ihr saß. Nun gut, jetzt galt es zu vertuschen, dass man offensichtlich vergessen hatte, wo und warum man hier war. Unauffällig sein, ja, das war die Lösung. Die Schmitt eierte Richtung Toilette und stieß fast mit jemandem zusammen. Nein, es war nur die Statue der Mutter Maria mit dem Jesuskind. Die tut ja nix.  Deswegen lächelte die Schmitt der heiligen Jungfrau zu. Sie zwinkerte zurück. Dass man die sanitären Anlagen aufsuchte und nicht die Straße verunreinigte, war schließlich eine gute Tat.</p>
<p>Zurück am Tisch bemerkte die Schmitt, dass erneut die Blockflöte gespielt wurde. „Gniii“, entfuhr es der Schmitt, denn als das Spiel einsetzte, fuhr eine Stripteasestange aus der Decke. An ihr rutschte eine dickliche Putte herab, die mit Flügeln und einer Pampers ausgestattet war. Die Schmitt war nahe genug, um das Label der Windel zu erkennen. Die Schmitt rüttelte, aufgrund diverser Phobien, panisch am Dahlmann. „Schmitt, die spielen doch“, kam es von ihrem gleichgültigen Gefährten. Die Schmitt musste nun allein zusehen, wie der kleine dicke Engel kopfüber an der Stange herabrutschte. Seine pummeligen Füße wiesen in Richtung Decke, sein Lächeln wirkte satt und zufrieden. Er setzte mit seinem Windelhintern auf dem Tisch auf und gluckste und gackerte fröhlich. Dann schritt er, mit dem Selbstbewusstsein einer Person, die jedes ihrer Pfunde liebt, über den Tisch und streute unbemerkt Glitzer auf die Gäste. Manchmal wedelte er rhythmisch mit dem Hintern vor den Gesichtern der Anwesenden herum – was wirklich schwierig bei <em>Oh, du Fröhliche</em> ist.  Dann wandte er sich der Schmitt zu. Er sprach mit der quakigen Stimme eines Kleinkindes: „Siehe, ich verkünde Dir eine&#8230;“ – „Gniiii“, rief die Schmitt, die wieder Angst bekam. „&#8230; Botschaft“, versuchte die Putte die Botschaft an die Frau zu bringen. Die Schmitt, neugierig geworden, schwieg. „Verwechsle nie die blaue mit der roten Keksdose“, riet die dralle Putte. Alles verschwamm.</p>
<p>Die Schmitt erwachte durch Gerüttel. Die Kekskrümel pieksten fürchterlich. Eine geöffnete Dose stand auf dem Tisch. „Das ist die falsche Dose, Schmitt“, klagte der Dahlmann und rüttelte an der Schmitt, die sich röchelnd übergab. „Guck Dir die Sauerei an, Schmitt.“ Tadelnd deutete der Dahlmann auf das Wohnzimmer, das überall mit goldenem Glitzer ein ein paar weißen Federn dekoriert war. Die Schmitt hörte noch ein gackerndes Lachen, das sich schnell entfernte.</p>
<p>Fröhliche Weihnachten dann euch allen und Friede auf Erden.</p>
<p><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/"><img alt="Creative Commons Lizenzvertrag" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-nd/3.0/de/88x31.png" /></a><br /><span xmlns:dct="http://purl.org/dc/terms/" href="http://purl.org/dc/dcmitype/Text" property="dct:title" rel="dct:type">Der Geist der Weihnacht</span> von <a xmlns:cc="http://creativecommons.org/ns#" href="http://schmittis-welt.de/2010/12/04/der-geist-der-weihnacht/" property="cc:attributionName" rel="cc:attributionURL">Mirja Schmitt</a> steht unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz</a>.</p>
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		<title>Die Legende von Depilo</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 20:28:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Diese Geschichte ist einer Freundin gewidmet. Der Vorsitzende des Hohen Rates trat vor die Menge. Der Vollmond beleuchtete den Schauplatz. Er blickte in alte und junge Gesichter, manche waren noch voller Hoffnung, manche trugen schon den abgenutzten Ausdruck, der von einem langen und freudlosen Leben zeugte. Lautes Scherengeklapper setzte ein, um den Vorsitzenden zu grüßen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte ist einer Freundin gewidmet. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Vorsitzende des Hohen Rates trat vor die Menge. Der Vollmond beleuchtete den Schauplatz. Er blickte in alte und junge Gesichter, manche waren noch voller Hoffnung, manche trugen schon den abgenutzten Ausdruck, der von einem langen und freudlosen Leben zeugte. Lautes Scherengeklapper setzte ein, um den Vorsitzenden zu grüßen. Wie fast alle seiner Art trug er eine Frisur, die an einen Kakadu oder an einen ähnlich gearteten Vogel erinnerte. Seine Haut war braun und sah aus wie altes Leder. Er blickte gerührt in die Menge und begann zu sprechen. Das rituelle Geschichtenerzählen war das Privileg des Ältesten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Fast jeder von uns kennt sicherlich die Geschichte unseres Berufstandes. Heute sind wieder einige Junge hier, die die Geschichte noch nicht kennen.“ Er deutete auf einige junge Personen, die sich nervös zusammenkauerten und hohläugig einige ihrer Haare auffraßen. „Auch die Jüngsten müssen wissen, wie es zu dem schrecklichen Schicksal unserer Art kam.“ Er richtete sich an die Anwesenden: „Ist es nicht so, meine Freunde?“ Ein Geklapper und Seufzen ertönte, man konnte einen Hauch von Peroxid riechen. “So ist es, so ist &#8230;“, raunte die Menge.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Er begann zu erzählen:<span id="more-300"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">„Depilo war ein junger Mann, stattlich von Gestalt, gut bei der Jagd. Doch er hatte eine besondere Gabe. Er könnte Dinge schöner machen, als sie es ohnehin schon waren. Er schmückte Tannen, Berge oder Auerochsen, und alle waren damit zufrieden. So zufrieden, dass eine berühmte Zauberin ihr Haar schmücken lassen wollte. Depilo war natürlich stolz und nahm seine Schere und allerlei Zierrat mit und suchte die hohe Frau auf. Doch ein böser Geist war neidisch auf Depilo und rempelte ihn an, als er gerade eine Blume zurechtschneiden und der Zauberin ins Haar stecken wollte. Der Unglückliche schnitt der Zauberin eine stattliche Menge Haar ab. Panisch versuchte er, auf der anderen Seite etwas abzuschneiden, um seinen Unfall zu vertuschen. Doch wieder rempelte ihn der Geist an und die andere Seite wurde wieder etwas kürzer. Wieder versuchte Depilo die Haartracht der Zauberin zu retten, aber es scheiterte kläglich. Die erboste Frau blickte in den Spiegel und verlor die Beherrschung. Sie verfluchte den unschuldigen Depilo, der dem Haar doch nichts Böses gewollt hatte. Auf ewig solle er vom Haareschneiden leben und er solle für diese Arbeit so wenig Lohn bekommen, dass er Haare essen müsse. Auch sollten ihm Haare am besten schmecken und er solle gar keine andere Kost mehr vertragen, ohne an schlimmstem Magengrimmen leiden zu müssen. Auch seine Nachfahren sollten diesen Fluch tragen, sobald sie das 16. Lebensjahr erreicht hatten. Deswegen liebt es unser Volk auch so sehr, anderen Menschen die Haare zu schneiden.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Geschichte, so oft sie auch erzählt wurde, weckte die Begeisterung der Wesen. Sie antworteten mit erneutem lauten Scherengeklapper.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Langsam ist es aber genug, </em><span style="font-style: normal;">dachte der Älteste, dessen Magen schon ein wenig knurrte. Er zog einen riesigen blauen Müllsack hervor und kippte ihn über der Menge aus. Gierig geifernd machten sich die Frisöre über die Haare her. Der Älteste schmunzelte verschmitzt. Das beste hatte er sich angeeignet. Er stopfte sich einen langen blonden Haarschopf in die Tasche und leckte sich voller Vorfreude die Lippen. Diesen Happen würde er zu Hause im Bett verzehren. </span></p>
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		<title>&#8220;Eiskalte Zombieherzen&#8221; veröffentlicht</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 15:14:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Germanistisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Darauf hat die Menschheit, also ihr alle, bestimmt schon ungeduldig gewartet: Die Zombiegeschichte der Schmitt ist in der neuen Astazeitung zu lesen. Genau hier. Es muss jedoch gesagt werden, dass die Schmitt einen Wettbewerb gewonnen hat und für keinen der Artikel verantwortlich ist. Besonders gruselig findet die Schmitt den Artikel von Beate Steinbach, in dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Darauf hat die Menschheit, also ihr alle, bestimmt schon ungeduldig gewartet: <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Die Zombiegeschichte der Schmitt ist in der neuen Astazeitung zu lesen. Genau <a href="http://tinyurl.com/2vdx8cx" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Es muss jedoch gesagt werden, dass die Schmitt einen Wettbewerb gewonnen hat und für keinen der Artikel verantwortlich ist. Besonders gruselig findet die Schmitt den Artikel von Beate Steinbach, in dem Fußballfans und Nazis in einen Topf geworfen werden: „Wenn zu jedem Kasten Bier eine Deutschlandflagge verschenkt wird&#8230; Wenn statt bunten Gummibärchen nur noch schwarze, rote und goldene zu kaufen sind&#8230; Wenn nächtelang hupende Autos durch die Städte fahren&#8230; Wenn in der ganzen Innenstadt tausende Deutschlandflaggen wehen&#8230; Wenn Nazis in den Straßen der Stadt feiern&#8230; dann ist Fußballweltmeisterschaft der Männer!“<span id="more-279"></span></p>
<p>Liebe Beate, kennst du die Geschichte von dem kleinen Jungen der immer „Wölfe, Wölfe“ schreit und es sind nie welche da?  Die Moral: Wenn man bei jedem Fliegenschiss „Nazi, Nazi“ schreit, verbraucht man die Empörung, die man  für wirklich wichtige Belange braucht. So nämlich. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Mehr will die Schmitt an diesem Tage nicht mehr sagen. Naja, vielleicht dass sie sich einen objektiveren Journalismus in einer Zeitung wünscht, die sich an alle Studierende richtet. *stichel* <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Astaschreibwettbewerb &#8220;Wettergeschichten&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 20:28:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Lange hat die Schmitt hier geschwiegen, doch untätig war sie nicht. Zum einen wurde ein neuer Essay zum Thema &#8220;Zwillingsinzest in der mittelalterlichen Literatur und in der modernen Rezeption&#8221;, zum anderen eine Kurzgeschichte für den Schreibwettbewerb des Astas &#8220;Wettergeschichten&#8221; geschrieben. Die Preisverleihung des Schreibwettbewerb war heute und die Schmitt bekam den ersten Preis (Buchgutschein für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange hat die Schmitt hier geschwiegen, doch untätig war sie nicht. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zum einen wurde ein neuer Essay zum Thema &#8220;Zwillingsinzest in der mittelalterlichen Literatur und in der modernen Rezeption&#8221;, zum anderen eine Kurzgeschichte für den Schreibwettbewerb des Astas &#8220;Wettergeschichten&#8221; geschrieben. Die Preisverleihung des Schreibwettbewerb war heute und die Schmitt bekam den ersten Preis (Buchgutschein für Thalia) nach dem Vorlesen  in die schweißnassen Pfoten gedrückt. Die Gier nach Büchern und literarischer Anerkennung wurde also gestillt. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die Geschichte wird in der nächsten Astazeitung veröffentlicht und  in Bälde hier hochgeladen werden. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Eine Frau sieht rot</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 23:50:28 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Gothicleben]]></category>
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		<description><![CDATA[Doktor Tod duckte sich hinter seinen Aktenschrank und zerrte gleichzeitig an seinem Freund Vampiro, der leichtsinnigerweise noch wie ein Ölgötze dastand. Fassungslos musste er zusehen, wie Asmodina, die Tochter des Teufels, wie eine Gestörte in seinem Labor wütete. Dabei hatte er doch nur einen kleinen Scherz gemacht &#8230;Voller Entsetzen sah er zu, wie Asmodina den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Doktor Tod duckte sich hinter seinen Aktenschrank und zerrte gleichzeitig an seinem Freund Vampiro, der leichtsinnigerweise noch wie ein Ölgötze dastand. Fassungslos musste er zusehen, wie Asmodina, die Tochter des Teufels, wie eine Gestörte in seinem Labor wütete. Dabei hatte er doch nur einen kleinen Scherz gemacht &#8230;<span id="more-230"></span>Voller Entsetzen sah er zu, wie Asmodina den gerade frisch eingestellten Laboranten aus Taiwan mit dem Absatz ihrer hochhackigen Pradaschuhe enthauptete. Mit dem Kopf bombardierte sie den ebenfalls niegelnagelneuen Laptop, der noch nicht einmal abbezahlt war. „Warum?“, fragte er sich wieder, als das warme Blut des Taiwanesen in die Tastatur sickerte und es schon etwas angeschmort roch. Vampiro del Mar fing unfreiwillig an zu sabbern. Die wildgewordene Frau war noch nicht fertig. „Doktor Tod, du Sau, komm raus“, brüllte sie, während sie mit Reagenzgläsern nach dem Aktenschrank warf. „Alles für die Katz“, dachte sich der Wissenschaftler. An dieser neuen Schweinegrippevariante hatte er einen ganzen Monat gearbeitet.<br />
Als alle Reagenzgläser verbraucht waren, hielt die Teufelstochter inne, betrachtete ihr blutbesudeltes Kleid und knickte ein wie ein trockener Halm. „Ich bin eine dicke fette Kuh!“, winselte sie, zerrte an ihrem Kleid und brach spontan in Tränen aus. Der Rotz lief ihr aus allen Löchern. Sie weinte gar bitterlich. Zögerlich kamen erst Doktor Tod und dann auch Vampiro del Mar aus ihrem Versteck gekrochen. Gewalt war ja akzeptabel, aber was tat man mit einer weinenden Frau?<br />
„Na, na“, sagte Dr. Tod und tätschelte Asmodina die Schulter. Vampiro kuckte nur doof.<br />
Da ging die Tür auf und Lady X trat ein. „Was ist denn hier los?“, fragte sie in die Runde, ging zu der desolaten Dämonin und reichte ihr eine Packung Tampons sowie ein Taschentuch. „Im Wohnzimmer steht ein schöner Schafgarbentee und gleich gucken wir zwei beide schön ‚Sex and the City‘. Ne Wärmflasche bekommst du auch noch.“ Asmodina trötete in ihr Taschentuch und verließ gehorsam mit Lady X das Labor. „Typisch Männer, ihr seid echt unsensibel“, schalt sie und schloss die Tür. Doktor Tod sah seinen Freund ratlos an. „Und wer macht jetzt die Leiche weg?“</p>
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		<title>Das Blind Date &#8211; eine Geschichte aus der Welt der Schmerzen</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 22:01:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gothicleben]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Sinistro hatte nach dem misslungenen Date noch tagelang geweint, aber Doktor Tod hatte eine Idee. Er sagte, dass er eine Seite im Internet kenne, wo die Leute wirklich auf Schmerzen stünden. Begeistert begab Sinistro sich dorthin. Er befürwortete die Sklaverei und war froh, dass sie anscheinend neue Anhänger gefunden hatte. Viele Arbeitgeber betrieben heutzutage zwar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sinistro hatte nach dem misslungenen Date noch tagelang geweint, aber Doktor Tod hatte eine Idee. Er sagte, dass er <a href="http://www.sklavenzentrale.com" target="_blank">eine Seite </a>im Internet kenne, wo die Leute <strong>wirklich</strong> auf Schmerzen stünden. Begeistert begab Sinistro sich dorthin. Er befürwortete die Sklaverei und war froh, dass sie anscheinend neue Anhänger gefunden hatte. Viele Arbeitgeber betrieben heutzutage zwar „Lohnsklaverei“,  was clever, aber nicht dasselbe war. Nach ein paar Tagen hatte Sinistro sein erstes Date. Sie nannte sich „Lucrezia“. Er kannte einst eine Lucrezia, aber er hatte Probleme mit deren Vater gehabt &#8230;<span id="more-215"></span><br />
Er saß also wieder an einem Tisch, diesmal in einem gemütlichen kleinen Restaurant. Die Frau vor ihm war eine Schönheit mit langen roten Locken, und sie trug einen hautengen Lackanzug. Sinistros Gliedchen wurde sofort stämmig. Sabbernd tat er so, als würde er seine Spaghetti verzehren, während er höfliche Konversation betrieb. Die Nudeln verzehrte in Wirklichkeit der kleine Homunkulus, der in seiner Manteltasche wohnte.<br />
Nach einer Weile sah sie ihn verlockend an und sagte, dass sie mit ihm „spielen“ wolle. Das enttäuschte den Vampir, der sich schon auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BDSM" target="_blank">Sex und Gewalt</a> gefreut hatte. Was sollte das? Warum? <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' /><br />
Er verbarg seine Enttäuschung und zog eine Spielesammlung aus seinem nimmervollen Beutel, den er immer bei sich trug. Zwei Stunden spielten sie Mensch-ärger-dich-nicht, Dame, Mühle und Fang den Hut. Sinistro fühlte sich verarscht. Die undankbare Frau schmollte auch noch, nachdem sie ihn genötigt hatte, Brettspiele zu spielen. Irgendwann fing sie an zu hibbeln und fragte mit gurrender Stimme, was denn aus dem Plan geworden sei, „miteinander zu spielen“. Sinistro lief rot vor Wut  an und knallte ihren Kopf so rabiat auf die Tischplatte, dass man Knochen splittern hörte und das Blut bis an den Nebentisch spritzte. Panik brach aus.  Der Vampir knallte der benommenen Frau, die dadurch zudem noch –50 auf Kampfwürfe und keine Parade hatte, die aus echten Menschenknochen gefertigte Spielesammlung auf den Kopf und stürmte laut heulend aus dem Lokal. Der Frau allerdings tat alles weh und so durchliefen sie die wollüstigsten Schauer. Das Date hatte sich wirklich gelohnt!</p>
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