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		<title>Die Femme Fatale &#8211; die Motive der Schwarzen Romantik II</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 12:28:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da schon Klagen aufkamen, dass das Thema der Erotik offenbar nicht genug angesprochen werde, beschäftigt sich dieser Artikel mit der Femme Fatale. Warum das männermordende Biest ein Motiv der Schwarzen Romantik ist, werde ich jetzt erläutern. Die Femme Fatale zeichnet sich durch eine besondere Anziehungskraft auf Männer (heutzutage bestimmt auch auf Frauen) aus. Sie ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da schon Klagen aufkamen, dass das Thema der Erotik offenbar nicht genug angesprochen werde, beschäftigt sich dieser Artikel mit der Femme Fatale. Warum das männermordende Biest ein Motiv der Schwarzen Romantik ist, werde ich jetzt erläutern. Die Femme Fatale zeichnet sich durch eine besondere Anziehungskraft auf Männer (heutzutage bestimmt auch auf Frauen) aus. Sie ist kein verhuschtes Heimchen am Herd, sondern eigenständig und sich ihrer erotischen Ausstrahlung auch bewusst. Dummerweise wirkt sie sich fatal auf die geistige, seelische und körperliche Gesundheit aus.<br />
In der <em>Schwarzen Romantik </em>kann man die Femme Fatale zum einen dem Motivkreis der heidnischen Götterwelt zuordnen. Im <em>Marmorbild </em>von Eichendorff wird &#8220;der blühende Knabe&#8221; Florio beinahe das Opfer der Venus, wird aber durch ein frommes Lied des Sängers Fortunato gerettet. Die Bergkönigin in Tiecks <em>Runenberg </em>ist ebenso gefährlich. Erst läuft sie splitternackt in ihrem Thronsaal herum und entfacht dann die Wolllust in Christian, einem desorientierten jungen Mann, der gerade erst seine Gärtnerausbildung abgebrochen hat. Dieser flieht ins Tal und ist zunächst außer Gefahr, um dann später wieder im &#8220;dionysischen Wahn&#8221; durch die Gegend zu taumeln. So wird das nix mit dem bürgerlichen Leben, lieber Christian!</p>
<p><a href="http://schmittis-welt.de/wp-content/uploads/2011/11/235px-Bouguereau_venus_detail.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-774" title="235px-Bouguereau_venus_detail" src="http://schmittis-welt.de/wp-content/uploads/2011/11/235px-Bouguereau_venus_detail-117x300.jpg" alt="" width="117" height="300" /></a></p>
<p>Doch nicht nur heidnische Götter und Naturwesen schaden der männlichen Psyche. Auch weibliche Personifikationen des Teufels, wie der Sukkubus, der in den <em>Elixieren des Teufels </em>von der durchtriebenen Euphemie verkörpert wird, sind buchstäblich fatal. Medardus ist ein letzter Konsequenz ein wenig fataler, vertauscht er doch den vergifteten Wein und beseitigt so Euphemie. &#8220;Dem Wahnsinn entgegen irrlichternd&#8221; verübt er noch einen Mord und flieht in die Nacht. Die Seele ist danach natürlich im Arsch.<br />
In <em>The Monk </em>ist es die Teufelsbündnerin Mathilda, die Ambrosius zum Teufelspakt, verbotener Erotik und Vergewaltigung verführt. Auch das endet natürlich übel.<br />
Liebe Jungs, im wirklichen Leben sind Frauen aber gar nicht so schlimm. Wirklich. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Teufelspakt und Melancholie &#8211; die Motive der Schwarzen Romantik I</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 11:42:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eines der wichtigsten Motive der Schwarzen Romantik ist der Teufelspakt.  Jeder kennt &#8211; zumindest literarisch &#8211; diese Situation. Der Teufel bietet Geld, Wissen und willige Frauen und alles, was man tun muss, ist auf diesem winzigen Zettel zu unterschreiben. Mit Blut. Oder auch anders. Je nachdem. Goethes Faust ist nach der Vielzahl der Motive der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines der wichtigsten Motive der <em>Schwarzen Romantik </em>ist der Teufelspakt.  Jeder kennt &#8211; zumindest literarisch &#8211; diese Situation. Der Teufel bietet Geld, Wissen und willige Frauen und alles, was man tun muss, ist auf diesem winzigen Zettel zu unterschreiben. Mit Blut. Oder auch anders. Je nachdem.</p>
<p>Goethes Faust ist nach der Vielzahl der Motive der <em>Schwarzen Romantik </em>und der Definition von Andre Vieregge ein schwarzromantisches Werk. Faust wird durch den leibhaftigen Teufel verführt und das Elend nimmt seinen Lauf. Das arme Gretchen wird es ausbaden müssen. &#8220;Heinrich, mir graut vor Dir.&#8221; Dem Leser natürlich nicht, ist Faust doch &#8220;das bedeutendste und meistzitierte Werk der deutschen Literatur&#8221;. Ich möchte insbesondere die im Internet befindlichen Gothics bei dieser Gelegenheit daran erinnern, nicht immer <strong>dieses Zitat</strong> in irgendwelche Profile zu schmieren. Ja, ihr wisst was ich meine. &#8220;<em>Ich bin der Geist der stets verneint! / Und das mit Recht; denn alles was entsteht / Ist werth daß es zu Grunde geht; / Drum besser wär’s daß nichts entstünde. / So ist denn alles was ihr Sünde, / Zerstörung, kurz das Böse</em><em><em> nennt, / Mein eigentliches Element.&#8221;</em></em></p>
<p>Wenn ich einen von Euch erwische&#8230;aber wie dem auch sei. Lassen wir das.</p>
<p><a href="http://schmittis-welt.de/wp-content/uploads/2011/11/529px-GustaveDoreParadiseLostSatanProfile.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-760" title="529px-GustaveDoreParadiseLostSatanProfile" src="http://schmittis-welt.de/wp-content/uploads/2011/11/529px-GustaveDoreParadiseLostSatanProfile-264x300.jpg" alt="" width="264" height="300" /></a></p>
<p>Der faustische Teufelspakt beruht auf einem viel früheren Werk: Die Historia von D. Johann Fausten von 1587. Hier endet der Teufelspakt mit dem grausamen Tod des Protagonisten.<br />
Einen ebenso unschönen Tod erleidet der arme Adrian Leverkühn, der Protagonist von Thomas Manns <em>Doktor Faustus, </em> der nicht nur unter schlimmer Migräne, sondern auch unter den Folgen einer unbehandelten  Syphilis leidet. Die Infektion mit dieser, das Gehirn weichkochenden Krankheit ist hier als Besiegeln des Teufelpaktes zu sehen. Der Teufel ist in diesem Falle der Stadtführer, der den armen Jung in das Hurenhaus, wo die Bakterien lauern, geleitet. <em>Doktor Faustus </em>zählt nicht zur <em>Schwarzen Romantik</em>, weist aber viele klassische Motive des Teufelspaktes auf.<span id="more-751"></span></p>
<p>Manchmal will der Teufel nur den Schatten oder das Spiegelbild des Protagonisten. Im Kunstmärchen <em>Peter Schlemihls wundersame Geschichte </em>von 1813 verkauft das Peterchen seinen Schatten gegen einen immer vollen beutel Gold an den Teufel. Als er dies bereut, will der Teufel gegen die Seele tauschen. Nicht mit Peterchen. Er hat die Schnauze voll, lebt isoliert und widmet sich der Wissenschaft. Ein Happy End? Das liegt wohl im Auge des Betrachters.</p>
<p>Ein Teufelspakt benötigt aber nicht unbedingt den Teufel höchstselbst. In E.T.A. Hoffmanns <em>Die Elixiere des Teufels </em>sind es die Tränke, mit denen der Teufel einst den heiligen Antonius umdrehen wollte, die den Mönch Medardus auf die schiefe Bahn bringen. Und hier kommen wir zum Täterprofil der Teufelsbündner. Medardus, zum Beispiel, ist ein begnadeter Rhetoriker. Als er die Fähigkeit verliert, ist er so verzweifelt, dass er zu den verbotenen Tränken greift. Diese stellen seine Rednerfähigkeiten wieder her, entfachen aber auch das Feuer der Wollust und verbrecherische Regungen. Doch es sind nicht die Elixiere, die den Mönch verändern. Der Keim des Bösen war schon längst vorhanden. Der übermäßige Stolz auf die eigenen Fähigkeiten bedeutet, dass man der <em>Superbia </em>erlegen muss. Medardus hatte schon zuvor wenig an mönchischer Demut gezeigt.<br />
Auch Faust und Adrian Leverkühn haben großartiges Geistesgaben. Dadurch steigt allerdings auch das Verführungspotential.</p>
<p>Auch die Eigenschaft der <em>Melancholie </em>macht den Protagonisten anfälliger, mit dem Teufel zu paktieren. Die <em>Acedia </em>ist nach theologischer Sicht eines der Hauptlaster und kann am besten mit &#8220;Trägheit des Herzens&#8221; übersetzt werden. Melancholiker verfallen in eine tiefe Verzweiflung, aber auch in eine Stimmung der Auflehnung oder der Gleichgültigkeit. Die Sünde ist hier, die gottgegebene Existenz nicht zu bejahen und Gott nicht blind zu vertrauen. Nicht nur der Hochmütige, sondern auch der Melancholiker ist anfällig für teuflische Verführungen.<br />
In dem Sinne, passt schön auf eure Seele auf. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Die Schwarze Romantik</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 11:30:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute will die Schmitt ihren Lesern, und ganz besonders dem John, über die Schwarze Romantik berichten. Um diesen Begriff zu klären, muss die Schmitt den unglücklichen Menschen, die nicht das Glück hatten, Germanistik zu studieren, überhaupt mal erläutern, was es mit der &#8220;nichtschwarzen&#8221; Romantik auf sich hat. Der Begriff romantisch wird ja heutzutage inflationär gebraucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute will die Schmitt ihren Lesern, und ganz besonders <strong>dem John</strong>, über die <em>Schwarze Romantik</em> berichten. Um diesen Begriff zu klären, muss die Schmitt den unglücklichen Menschen, die nicht das Glück hatten, Germanistik zu studieren, überhaupt mal erläutern, was es mit der &#8220;nichtschwarzen&#8221; Romantik auf sich hat. Der Begriff <em>romantisch </em>wird ja heutzutage inflationär gebraucht und wird vornehmlich mit Liebesdingen assoziiert. Ein Nachtspaziergang bei Vollmond, ein Lebkuchenkerz als Mitbringsel oder ein mutiger Heiratsantrag bei Kai Pflaume. Aber das geht nun wirklich zu weit. O_o<br />
Der Begriff &#8220;schwarzromantisch&#8221; hat sich indessen für eine Subkultur etabliert, die schwarzer Kleidung und dunklem Interieur sehr zugetan ist. Ja, ich spreche von der inzwischen sehr kommerzigen Gothickultur.  Im Zuge dieser überaus informativen Informationsschrift wird sich nebenbei klären, was denn überhaupt &#8220;schwarzromantisch&#8221; ist.</p>
<p>Also, lieber Matthias, liebe Leser, jetzt geht es endlich los, mit der <em>Romantik. </em>&lt;3</p>
<p><a href="http://schmittis-welt.de/wp-content/uploads/2011/11/800px-Caspar_David_Friedrich_0191.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-736" title="800px-Caspar_David_Friedrich_019" src="http://schmittis-welt.de/wp-content/uploads/2011/11/800px-Caspar_David_Friedrich_0191-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a></p>
<p>Die <em>Romantik </em>ist eine kulturgeschichtliche Epoche, die man zeitlich zwischen 1795 und 1840 einordnen kann. Die Romantiker wollten sich von den stieseligen Aufklärern und Freunden der Klassik abgrenzen und dies so gefühlsbetont wie möglich. Das Erleben und die Kunst sollten Grenzen und Konventionen überwinden. Hier sind die Manifestationen des Romantischen sehr vielschichtig. Es gibt entsetzliche Furchtbarkeiten, wie die <em>Progressive Universalpoesie </em>von Schlegel. &#8220;Die romantische Poesie ist eine progressive Universalpoesie&#8221;, hat er gesagt und die Schmitt, die über jene Poesie und über <em>Lucinde </em>ein Referat halten musste, arg gequält. Dies, liebe Leser, ist keine Sternstunde der Romantik gewesen.<br />
Besser wird es mit Eichendorff, der dem, Dichter schöpferische Qualitäten zuspricht:</p>
<p><em>Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort, und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort.</em></p>
<p>Es geht in der <em>Romantik </em>also um um die Hervorhebung des Wunderbaren, des Numinosen und des nicht Begreiflichen. Der Romantiker will die Welt poetisieren, seine namenlose Sehnsucht stillen. Oft sucht der Erfüllung in der Natur, die für ihn Quelle und Inspiration ist. Sehr retro ist auch die Vorliebe für das Mittelalter und die Idealisierung dieser Epoche. In der Literatur wird zudem die Bedeutung des Unbewussten und der Psyche hervorgehoben. Hier kann es vorkommen, dass sich der oftmals melancholische Protagonist im Labyrinth seiner Psyche verirrt. Das macht er aber viel hübscher und poetischer als die Heizbirnen heutzutage.<br />
Die Schmitt will ihren Lesern aber nicht verschweigen, dass die Romantik natürlich auch eine politische Ebene hatte und dass einige Zeitgenossen sehr nationalistisch waren. Der Romantik aber die Schuld für den Nationalsozialismus zu geben, wie es einige Forscher propagieren, hält sie für ungerecht und falsch. Man sieht, dass die (deutsche) Romantik sehr vielschichtig ist und dass sie sich kurzen Definitionen hartnäckig entzieht.<span id="more-713"></span></p>
<p>Aber kommen wir zur <em>Schwarzen Romantik.</em> Man kann sagen, dass die <em>Schwarze Romantik </em>die dunkle Seite der <span style="text-decoration: line-through;">Macht</span> <em>Romantik</em> ist. Man spricht auch von den Nachtseiten der Romantik. Die Motive sind unter anderem Wahnsinn, Weltflucht, Magie, Tod und Sexualität (oft in Verbindung miteinander), Drogen, Melancholie und Suizid. Da kommen wir aber noch zu. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Typische Vertreter der <em>schwarzen Romantik </em>sind zum Beispiel der elende Schmierfink Marquis de Sade,  der geniale Edgar Allen Poe &lt;3 und der ebenso begabte, aber reichlich verdrehte Baudelaire. Auch Howard Phillips Lovecraft  und sogar die Brüder Grimm zählen zu den Schwarzromantikern. Bis auf den Marquis, über den und seine Leser man nur Schlechtes zu sagen weiß, sind alle Vertreter dieser Gattung geniale Wegbereiter der phantastischen Literatur. Und natürlich darf E.T.A. Hoffmann nicht vergessen werden. Niemand beschreibt (vermeintlichen) Wahnsinn so schön wie er.</p>
<p><a href="http://schmittis-welt.de/wp-content/uploads/2011/11/477px-Johann_Heinrich_Füssli_053.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-745" title="477px-Johann_Heinrich_Füssli_053" src="http://schmittis-welt.de/wp-content/uploads/2011/11/477px-Johann_Heinrich_Füssli_053-238x300.jpg" alt="" width="238" height="300" /></a></p>
<p>Doch was ist jetzt <em>Schwarze Romantik?</em><br />
Mario Praz, der sich in <em>Liebe, Tod und Teufel &#8211; die schwarze Romantik (1963) </em>nur auf die französischen und englischen Schwarzromantiker bezieht, hat meines Erachtens eine eher einseitige Sicht auf das Thema. Er hebt den Sadismus und das erotische Empfinden zu stark hervor und vernachlässigt die anderen Aspekte. Zudem ist er grauenhaft zu lesen und daher nicht zu empfehlen. <em> </em>Besser und übersichtlicher und zudem mehr auf die deutsche Romantik bezogen ist <em>Nachtseiten. Die Literatur der Schwarzen Romantik </em>von Andre Vieregge. Er hat sich die Mühe gemacht, eine explizite Definition der <em>Schwarzen Romantik </em>zu entwickeln und die Motive detailliert aufzudröseln. Dankeschön dafür. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach Vieregge ist ein Werk schwarzromantisch, wenn das Extra-Empirische (das Übersinnliche) die Handlung motiviert und das Übersinnliche in der intradiegetischen Wahrheitswahrscheinlichkeit als faktisch existent angenommen wird. Für Nichtgermanisten: Dracula ist für den Protagonisten wirklich existent. O_o Die Auswirkungen stellen stets eine textinterne Bedrohung dar. Leib, Leben und Seele schweben also in ernsthafter Gefahr. Ja, so ist das, liebe Leser. Die komplette Definition werde ich auswendig lernen. Das Kopfkissen ist nass von meinen Tränen.<br />
Die schönsten Motive der <em>Schwarzen Romantik </em>nach Vieregge werde ich den (noch) geneigten Lesern im bald folgenden Beitrag vorstellen.</p>
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		<title>Der Vampir und die schwarze Romantik</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 18:16:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<description><![CDATA[Da die Prüfung in Literaturgeschichte ja näher rückt, will ich meinen imaginären Lesern die Ergebnisse meiner Lernbemühungen nicht vorenthalten. Es geht nicht nur um Märchen, sondern auch um ein Subgenre der Phantastik, die Schwarze Romantik. Wie sich dieses Genre von der Literaturgattung der Romantik unterscheidet, werde ich dem Leser, der sich ja nicht wehren kann, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da die Prüfung in Literaturgeschichte ja näher rückt, will ich meinen imaginären Lesern die Ergebnisse meiner Lernbemühungen nicht vorenthalten. Es geht nicht nur um Märchen, sondern auch um ein Subgenre der Phantastik, die <em>Schwarze Romantik</em>. Wie sich dieses Genre von der Literaturgattung der <em>Romantik </em>unterscheidet, werde ich dem Leser, der sich ja nicht wehren kann, in einem späteren Artikel darlegen. Fest steht, dass der ganze Vampirkram in die Gattung der <em>Schwarzen Romantik </em>fällt. Diese ist nah mit der englischen <em>Gothic Novel </em>verwandt: Bekannt sind hier das etwas komisch anmutende <em>Castle of Otranta </em>von Horace Walpole oder Mary Shellys <em>Frankenstein</em>.</p>
<p><a href="http://schmittis-welt.de/wp-content/uploads/2011/11/425px-Burne-Jones-le-Vampire.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-681" title="425px-Burne-Jones-le-Vampire" src="http://schmittis-welt.de/wp-content/uploads/2011/11/425px-Burne-Jones-le-Vampire-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a></p>
<p>Ein späterer Klassiker ist natürlich <em>Dracula </em>von Bram Stoker. Der blutsaugende Graf ist als Prototyp des Vampirs in die Film- und Literaturgeschichte eingegangen, seit die Novel 1899 veröffentlicht wurde. Ein früheres, aber weniger bekanntes Werk ist <em>The Vampire </em>von Polidori. Seine Darstellung eines anti-bourgeoisen Frauenverführers gelangte im Gegensatz zu Stokers Werk nie zu Weltruhm. Die Stichworte <em>Vampir </em>und <em>Dracula </em>sind eng miteinander verknüpft.</p>
<p>Der Roman ist aus der Perspektive der verschiedenen Charaktere geschrieben. Wir erhalten zum Beispiel Einblick in das Innenleben Jonathan Harkers, der nicht gerade glücklich ist, mit dem gruseligen Grafen und seinen moralisch fragwürdigen Vampirfrauen wohnen zu müssen oder dessen Verlobter Mina, die ihren Jonathan sehnlichst zurück erwartet. Durch die verschiedenen Perspektiven und auch eingefügte Zeitungsartikel vermittelt der Roman einen Eindruck von Authentizität. In diesem Roman ist es übrigens noch nicht sauerotisch, wenn man von einem Vampir heimgesucht wird. Im Gegenteil, die Bevölkerung im Osten ist ernsthaft abgeneigt und wendet sich Hausmittelchen wie Rosenkränzen oder Knoblauch zu.<span id="more-677"></span></p>
<p>In Bram Stokers <em>Dracula </em>ist der Vampir eine ernsthafte Bedrohung für Leib und Leben und primär ein Todesbringer. Die Gefahr ist aber auch, dass man im jenseitigen Leben verdammt ist. Die arme Lucy stirbt gleich zweimal, muss sie doch von ihrem untoten Dasein erlöst werden. Die <em><span style="text-decoration: line-through;">Vampirschönheiten</span></em> Vampirschlampen sind für Jonathan Harker zwar verlockend, aber das Gefühl von Angst und Ekel ist stärker. Typisch für dieses Genre ist, dass die Rechtschaffenen und Unschuldigen die Manifestationen des Teufel erkennen, auch wenn sie in verlockender Gestalt erscheinen. In Fachkreisen nennt man das auch das <em>Gretchengespür.</em> Schön, wenn man es hat.</p>
<p>Im Laufe der Jahrzehnte hat sich in der <em>Schwarzen Romantik </em>das erotische Empfinden des Vampirs geändert. Mario Praz hat hat in seinem Werk <em>Liebe, Tod und Teufel &#8211; Die schwarze Romantik </em>bereits die Bedeutung der abseitigen Erotik, der Medusenschönheit und der Femme Fatale herausgestellt. Es geht zwar in diesem Genre nicht primär um Erotik, aber die Rolle des Eros ist auch nicht gerade klein. Man sieht gerade beim Vampir die Entwicklung, dass die Ästhetik und Erotik eine immer größere Rolle spielen.<br />
Ein herzzerreißendes Beispiel ist die Dracula-Verfilmung von Francis Ford Coppola. Die kleine Schmitt hat bitterlich geflennt vor Rührung und welches kleine schwarzgekleidete Mädchen hat nicht nachts verstohlen ein Fenster geöffnet? Na?</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/InIZz91W9f4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Im Original ist Mina natürlich nicht so intim mit dem Vampir und sie ist auch nicht die Reinkarnation seiner Gattin. Trotzdem fließen noch Tränen der Rührung. *hach* Natürlich haben wir dem Blutsauger alles Glück der Welt gewünscht, denn Keanu Reeves hat sowieso nur einen Gesichtsausdruck.<br />
Die Liebe zum Vampir nimmt aber immer schlimmere Formen an. Die meisten vergessen dann, dass zu diesem Eros immer noch ein Haufen Thanatos gehört. Edward Cullen und der Typ aus True Blood sind drastische Beispiele, dass Vampire immer mehr auf ihre körperlichen Reize reduziert werden. Das kann und darf nicht sein, denn der Vampir will auch für seine inneren Werte und für Blutvergießen und Gemetzel geliebt werden. Denkt daran, liebe Leser!</p>
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		<title>Neuigkeiten</title>
		<link>http://schmittis-welt.de/2011/10/28/halloween-neuigkeiten-und-eine-kurzgeschichte/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 19:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Germanistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Gothicleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schmitt hat hier ja lange nichts geschrieben, denn der Alltag hatte sie in seinen einnehmenden Griffeln. In der Zwischenzeit gab es Neuigkeiten von der Magisterarbeit (2,0), die Schmitt hat viele Nachhilfestunden in diversen Fächern gegeben und Jason Dark, den Großmeister des Horror-Trash behelligt. Das ist hier zu bestaunen. In der Zwischenzeit sind auch wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schmitt hat hier ja lange nichts geschrieben, denn der Alltag hatte sie in seinen einnehmenden Griffeln. In der Zwischenzeit gab es Neuigkeiten von der Magisterarbeit (2,0), die Schmitt hat viele Nachhilfestunden in diversen Fächern gegeben und Jason Dark, den Großmeister des Horror-Trash behelligt. Das ist <a href="http://www.r2inside.de/bildungsbuerger/kleinkunst/658-r2-bildungsbuerger-edgar-allen-poe-lesung-mit-jason-dark-im-bergischen-loewen-in-bergisch-gladbach.html" target="_blank">hier</a> zu bestaunen. In der Zwischenzeit sind auch wieder drei Schwedenkilos im Nirvana verschwunden und die Schmitt lernt fleißig für die erste mündliche Magisterprüfung, die Märchenhaftes, Schauriges und Abseitiges zum Thema hat.</p>
<p>Das ist also das Motto der kommenden drei Wochen. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schmatzi, Schatzi &#8211; oder: der charmante Nachzehrer</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 21:03:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über Untote kann gar nicht genug berichtet werden, schließlich muss man wissen, wie man sie wieder los wird. Als die Schmitt heute dies zur eigenen Erbauung hörte, kam ihr die Erkenntnis, dass zwar viel über den Klischeevampir (sexy, bleich und adelig), aber nicht über den Untoten von nebenan berichtet wird. Dies ist ein Versäumnis und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über Untote kann gar nicht genug berichtet werden, schließlich muss man wissen, wie man sie wieder los wird. Als die Schmitt heute <a href="http://www.youtube.com/watch?v=XXxFVS3wqCc" target="_blank">dies</a> zur eigenen Erbauung hörte, kam ihr die Erkenntnis, dass zwar viel über den Klischeevampir (sexy, bleich und adelig), aber nicht über den Untoten von nebenan berichtet wird. Dies ist ein Versäumnis und höchst bedauerlich. Heute geht es aber nicht um Rufer, Klopfer und Besucher, sondern um den<em> Nachzehrer.</em></p>
<p>Der<em> Nachzehrer </em>gehört zur Familie der Untoten und kann als Vorläufer des Vampirs angesehen werden. Er zeichnet sich  durch einen fürchterlichen Hunger aus. Da der Pizzaservice nicht unter die Erde liefert, muss er seine Kleidung und sogar das Leichentuch fressen. Wer also zufällig auf einem Friedhof ist und fiese Schmatzgeräusche hört, sollte schleunigst das Weite suchen. Nicht immer ist es ein harmloser Perverser, der dort lauert. <span id="more-579"></span><br />
Doch wo ist das Problem? „Lass’ ihn doch schmatzen, der tut doch nichts!“, werden jetzt einige sagen. Weit gefehlt, denn der <em>Nachzehrer, </em>auch <em>manducator </em>genannt, ist „derjenige, der den Tod verursacht, indem er etwas verschlingt.“ (Lecouteux: <em>Die Geschichte der Vampire</em>) Der Untote verlässt sein Grab nicht, aber er holt seine Verwandten und Freunde nach, indem er etwas runterwürgt. Hier wirkt das Gesetz der Sympathie, wenn er an sich selbst (Igitt!) oder an seinem Leichentuch nagt, sterben die, die ihm nahe standen.</p>
<p>Auch die Inquisitoren Jakob Sprenger und Heinrich Institoris (Ja, genau, die mit dem Hexenhammer) haben im 15. Jahrhundert ihre Erfahrungen gesammelt:</p>
<p>„Einer von uns, Ihr Herren Inquisitoren, kam zu einer befestigten Stadt, die nahezu vollständig ihrer Bewohner durch den Tod beraubt war. Überdies ging das Gerücht, eine tote beerdigte Frau habe Stück für Stück ihr Leichentuch verzehrt, in dem sie bestattet worden war; und daß der Seuche kein Einhalt geboten werden könne, bis sie das Leichentuch vollständig verschlungen und verdaut hätte. Man hielt Rat über dieses Vorkommnis. Profoß und Schultheiß der Stadt gruben das Grab auf und fanden fast die Hälfte des Tuches im Mund, im Hals und im Magen, und es war bereits verdaut. Ob dieses Anblicks völlig verwirrt, zog der Profoß seinen Degen, schlug ihr den Kopf ab und warf sie aus der Grube. Sogleich kam die Seuche zum Stillstand.“ (<em>Malleus maleficarum, </em>I, 15.)</p>
<p>Seuchen sind ja nie schön. Besonders Hypochonder wenden sich mit Grausen ab. Und eine Sache ist wirklich sehr wichtig, liebe Kinder: Bei Untoten sollte man wirklich immer auf den Kopf zielen. „Gewalt ist nicht immer eine schöne, aber eine schnelle Lösung“, hat ein weiser Mann einst gesagt.</p>
<p>In dem Sinne: Ein Reisender verlässt das Haus nie ohne seinen Spaten. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Schmittige Neuigkeiten</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 08:54:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Germanistisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Schmitt muss der Welt und ihren, wenn denn vorhandenen Lesern , mitteilen, dass  man sie jetzt nicht nur auf dem Blog, bei Twitter und aufdringlicherweise im Buschfunk des Studi-Vz lesen kann, sondern auch bei R2inside, dem Onlinemagazin für den Ruhrpott und auch für das Bergische Land. Dieses Magazin will die Schmitt dem geneigten Leser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schmitt muss der Welt und ihren, wenn denn vorhandenen Lesern <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> , mitteilen, dass  man sie jetzt nicht nur auf dem Blog, bei Twitter und aufdringlicherweise im Buschfunk des Studi-Vz lesen kann, sondern auch bei <a href="http://www.r2inside.de/startseite.html" target="_blank">R2inside</a>, dem Onlinemagazin für den Ruhrpott und auch für das Bergische Land. Dieses Magazin will die Schmitt dem geneigten Leser ans Herz legen. Wer sich für aktuelle Musikevents, aber auch für &#8220;ernsthafte&#8221; Kultur und Gesellschaftliches interessiert, der wird sich an R2 erfreuen.<br />
Sehr erfreulich ist auch die Berichterstattung über Themen, die von anderen Medien sträflichst vernachlässigt werden. Wer kennt, außer den üblichen Nerds, hierzulande Dr. Who? Dieser <a href="http://www.r2inside.de/popsmart/popsmart-intensiv/313-r2-popsmart-nerds-2-nerds-mit-doctor-who-spezial-r2inside-chefredakteur-peter-joerdell-als-gastsprecher.html" target="_blank">Podcast</a> will dies ändern. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Klickt ihn.</p>
<p>Ich selbst habe über die &#8220;Schementhemen&#8221; geschrieben. Was das genau ist, könnt ihr ja in meinem wunderschönen und wirklich sehr arbeitsintensiven <a href="http://www.r2inside.de/popsmart/schoengeister/363-r2-popsmart-spass-mit-den-schementhemen-klaus-maerkert-und-myk-jung.html" target="_blank">Artikel</a> lesen. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Einen lieben Dank nochmal an die Redaktion von R2inside für diese interessante Mischung aus Praktikum und freier Mitarbeit. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bis die Magisterarbeit fertig ist, werden es allerdings noch nicht viele Artikel. Das Prüfungsamt will die Arbeit am 11.08. in den bürokratischen Händen halten.<br />
Wir lesen uns dann hier, wenn ich mich wieder die Prokrastination ereilt. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>WGT &#8211; ein (un)gruftiger Reisebericht Teil IV</title>
		<link>http://schmittis-welt.de/2010/06/03/wgt-ein-ungruftiger-reisebericht-teil-iv/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 08:07:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothicleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Montag (In Kurzform): Es regnet. Nein, doch nicht. Oder doch? Agrahalle doof, Schirm gekauft, der bald wieder kaputt geht. Der Himmel hört auf zu weinen: Was sind das hier für Leute? Wir reisen ab! Frühstück im Heidnischen Dorf: Müssen mal anderen Mittelaltermarkt sehen. Wir reisen ab! Moritzbastei: Die Sonne brennt! Alkohol macht Birne hohl. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Montag (In Kurzform):</p>
<p>Es regnet. Nein, doch nicht. Oder doch?<br />
Agrahalle doof, Schirm gekauft, der bald wieder kaputt geht. Der Himmel hört auf zu weinen:<br />
Was sind das hier für Leute? Wir reisen ab!</p>
<p>Frühstück im Heidnischen Dorf: Müssen mal anderen Mittelaltermarkt sehen. Wir reisen ab!</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moritzbastei" target="_blank">Moritzbastei</a>: Die Sonne brennt!<br />
Alkohol macht Birne hohl. Typ gibt der Gothicfrau einen aus, hoffnungsvoll. Zu Unrecht. Die Schmitt erzählt die Geschichte von <a href="http://www.amazon.de/Herr-Korbes-Klein-H%C3%BChnchen-k%C3%BCssen/dp/B000ZJWJB4/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1275554364&amp;sr=8-1" target="_blank">Klein Hühnchen</a>. Kennt das wer?<br />
Das Essen in der Bastei ist gut und preiswert. Wir lachen und Umi liest. Fu und Fara sind heute nicht da. Wir reisen ab!</p>
<p>Dark Flower:<br />
Was ist das für ein Scheiß, was soll das? Wir fliehen nackt in die Nacht.</p>
<p>Sixtina:<br />
&#8220;Dahlmann, lass ab, lass ab, du musst doch morgen fahren! Sogar der Gothicfrau fallen die Augen zu. Lass ab!&#8221;<br />
Noch ein Absinth (das schmeckt ja gar nicht!) und wir reisen ab!</p>
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		<item>
		<title>WGT 2010 &#8211; ein (un)gruftiger Reisebericht Teil III</title>
		<link>http://schmittis-welt.de/2010/05/29/wgt-2010-ein-ungruftiger-reisebericht-teil-iii/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 22:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothicleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Sonntag war ja so eine Sache. Saftlos wie die schlaffsten Schweine erhoben sich unsere Helden. Es galt, den gröbsten Dreck abzukriegen, damit man sich auch sehen lassen konnte. Die Gothicfrau verkündete, noch in ihrer Unterwäsche, dass sie sich heute besaufen werde und kaufte sich eine Kokosnuss, gefüllt mit Rum und Sperlingslebern. Das ist schließlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Sonntag war ja so eine Sache. Saftlos wie die schlaffsten Schweine erhoben sich unsere Helden. Es galt, den gröbsten Dreck abzukriegen, damit man sich auch sehen lassen konnte. Die Gothicfrau verkündete, noch in ihrer Unterwäsche, dass sie sich heute besaufen werde und kaufte sich eine Kokosnuss, gefüllt mit Rum und Sperlingslebern. Das ist schließlich gesund!<br />
Dooferweise ließ DKGF ihre Kleidung im Zelt, aber das war nicht schlimm. Wir waren ja auf einem Festival!<span id="more-266"></span></p>
<p>Gefrühstückt wurde wie immer im Heidnischen Dorf. Auf dem Weg dorthin vergaß die Schmitt nie &#8212; denn sie ist gütig &#8211;, anderen Leuten zu helfen, indem sie sie darauf hinwies, wenn es Probleme mit ihrer Kleidung gab. &#8220;Vorsicht, man kann die Brustwarze sehen&#8230;&#8221;, warnte sie oft. Wie dankbar diese Leute doch waren!<br />
Nach dem Frühstück stand wieder einmal Kultur auf dem Programm. Vorher probierten wir uns allerdings durch diverse Sorten Met, wie den guten Hanfmet oder den Ikea-Met mit Pinienkernen. Durch die spezielle Rezeptur werden Bäume animiert, Menschen mit Tannenzapfen zu bewerfen. Das tat dem Knut zwar weh, an der Fontanelle, hat aber Spaß gemacht. Schadenfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude! <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wir suchten also erneut das Museum auf. Die Angestellten erkannten uns nicht wieder, sodass wir bleiben konnten. Prima, doch der Knut war noch benommen von dem Tannenzapfen und genoss die Kunst nicht. Die Schmitt, als missverstandene Künstlerin, wandte sich ihm zu, doch seine Schultern blieben schlaff. Bedauerlich&#8230;</p>
<p>Danach schlugen sich unsere Freunde, also wir, den Bauch mit Eis voll, um sich auf Mozarts <em>Requiem </em>in der Krypta des Völkerschlachtdenkmals vorzubereiten. Dort angekommen, gingen unsere Herzen auf wie saftige Steaks. Die Musiker der STÜBA-Philharmonie unter der Leitung des charismatischen Wieland Lemke gaben alles. Auch dem Chor merkte man nicht an, dass er komplett studentisch war. Am Ende bestaunten wir noch einmal die ausgefeilte Gestik des Dirigenten.  Wie macht er das nur?</p>
<p>Der Abend klang wie immer im Heidnischen Dorf aus, während Hekate spielten, wobei der Riker und die Schmitt lethargisch zusahen, wie ihre Liebsten immer noch wach waren. Die Schmitt versuchte, den Dahlmann betrunken zu machen, damit auch er müde wurde. Klappte nicht, aber wir gingen trotzdem, weil die Holländer gingen. Gut so, denn kurz danach pisste es jämmerlich. Doch die Dahlschmitts kümmerte dies nicht in ihrem wasserdichten Zelt&#8230;.</p>
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		<title>WGT 2010 &#8211; ein (un)gruftiger Reisebericht Teil II</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 22:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Schmitti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gothicleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Morgen des Samstages war es soweit. Die Gothicfrau und ihr Assistent, der Riker, sowie auch Bruder Jörg sollten eintreffen. Der Dahlmann puderte sich noch die Nase, während die Schmitt langsam Richtung Tankstelle eierte, mit dem Ziel &#8220;die Schweine&#8221; in Empfang zu nehmen. Doch auf dem Weg wurde die Schmitt in ihrer Gemütsruhe erschüttert; ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Morgen des Samstages war es soweit. Die Gothicfrau und ihr Assistent, der Riker, sowie auch Bruder Jörg sollten eintreffen. Der Dahlmann puderte sich noch die Nase, während die Schmitt langsam Richtung Tankstelle eierte, mit dem Ziel &#8220;die Schweine&#8221; in Empfang zu nehmen.<br />
Doch auf dem Weg wurde die Schmitt in ihrer Gemütsruhe erschüttert; ein bleicher Hintern (ohne Höschen), verursacht durch hochgeklappten Lackrock, erschien im Blickfeld ihrer empfindlichen Augen. Schlank, jedoch zeigten sich die vagen ersten Spuren einer Schlaffheit, die von einer gewissen Sportmüdigkeit erzählen konnten.<br />
&#8220;Da macht ein Arsch mich vor Zerfall erzittern!&#8221;, wimmerte die Schmitt, während eine Amsel in den Bäumen des Agrageländes klagte. Die Vergänglichkeit allen Seins bejammernd (schließlich sind wir ja auf einem (Gothic)festival) umklammerte die Schmitt einen dürren Baum. Dort fand sie der frisch gepuderte Dahlmann. Natürlich kamen wir zu spät zur Tankstelle&#8230;<span id="more-263"></span>Nachdem die Neuankömmlinge ihren Bau und Alkohol gefunden hatten, mussten die Dahlschmitts zu einem Forentreffen abreisen. Die Schmitt <span style="text-decoration: line-through;">schnürt</span>e quetschte sich in ihr Korsett und sah hinterher aus wie eine Acht mit Beinen. &#8220;Selber schuld, wenn man vor dem WGT nur frisst!&#8221;, hechelte die Schmitt und schnüffelte am Riechsalz. Das Treffen war im Glashaus, im berühmten Clara-Zetkin-Park, wo es zum Glück Eichhörner und anderes Gelumpe gibt. Das Essen dort ist zu empfehlen. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Danach ging es wieder zurück. Der Schmitt war warm. Die Biskuknuts wurden abgeholt und ins Heidnische Dorf geschleppt. Die Bands dort sind irgendwie schöner als die in der Agrahalle, was auch an der Atmosphäre dieses Ortes liegt. Die Schmitt ist zwar ein harter Musikkritiker, hat aber nicht viele Bands gesehen. Deshalb ist es wichtig, <a href="http://www.valravn.net/" target="_blank">Valravn</a> zu erwähnen, die sich positiv von dem Kommerzrotz abheben, der häufig mit dem Gothictum verbunden wird. Man denke nur an Unheilig, aber die Schmitt streift ab. <img src='http://schmittis-welt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Sämtliche Musiker haben exzellent gespielt. Ein besonderes Highlight war die Sängerin, die ähnlich sang wie Björk, schön war wie die eine Schauspielerin aus den Serie <em>Die Tudors</em> (die Anne Boleyn, ihr wisst schon&#8230;) und die sogar hüpfen konnte. Isländische und dänische Volkslieder in modernem Gewand trugen zu einer entfesselten Atmosphäre bei. Der Knut konnte sogar die Hoden eines unglücklichen Mannes sehen, der einen Minirock trug. Dem armen Mann wurde seine Unterwäsche gestohlen. Es ist traurig, wenn so etwas in Europa, mitten unter uns geschieht! O_o</p>
<p>Als an diesem Tage die Sonne unterging, fand sich allerlei Gelumpe auf dem Dorfe. Alkoholismus führte zu nahezu naturalistischer Gewalt, denn ein junger Spund bot den Menschen Met, wenn er sie mit einem großen Brett verprügeln könne. Zweimal wurde dies, zur größten Freude aller, genüsslich vollzogen. Die Schmitt wurde danach von einem der netten Holländer, die an unserem Tisch saßen, mit einem Bruchstück des Gürtels beschenkt, mit dem die zweite Person verkloppt wurde. Welch Spirale der Gewalt!<br />
Angelockt von scheinbar vertrauter Sprache, denn wir sprachen der Volkerverständigung wegen Englisch, kam ein Australier an unseren Tisch. Nachdem ihm die Schmitt voll des süßen Mets das Problem der deutschen Vergangenheitsbewältigung erklärt hatte, stellte sich die Nationalität des Menschen als Schwindel heraus. Begleitet von seinen Freunden und nicht nur metaphorische heruntergelassener Hose, verließ er nacktärschig den Tisch. Wie lange hatte er dort so entblößt gesessen? War seine Nacktheit ein Protest gegen die Ästhetisierung der Sexualität in der Gesellschaft? Niemand wusste es zu deuten.</p>
<p>Die Dahlschmitts wussten es ebenfalls nicht und gingen zurück zum Zelt. Sonntag war ja auch noch ein Tag.</p>
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