Met und Miezen und ein riesiges Walhalligalli – Feuerschwanz im LCB

Am 01.11. ist es wieder so weit. Die allseits durch „Met und Miezen“ bekannte Mittelalter-Folk-Comedy-Band kommt, um alle Wuppertaler Maiden und Recken zu beglücken. Ja, das kann man auch zweideutig sehen. Freuen wir uns auf zotige Späße, die meilenweit unter der Gürtellinie liegen, auf den attraktiven Prinz Hodenherz, seine Mannen und und natürlich die Miezen, die selbstverständlich auch wieder mitkommen dürfen, zu uns, nach Wuppertal. 😀

Wer die Truppe noch nicht kennt, der wird sich natürlich fragen, was diese Leute überhaupt so machen. Die Legende, die das alles erklären kann, hat die Schmitt auf Wikipedia gefunden:

„Auf der Suche nach Reichtum und Heldentaten brach der Hauptmann 1223 auf, um sich den Kreuzzügen anzuschließen. Er begegnete in einem Freudenhaus in Jericho den anderen Recken und gemeinsam beschlossen sie, lieber wieder in die Ruine der Burg Feuerschwanz zurückzukehren und ihrer gemeinsamen Leidenschaft für Minne, Met und Miezen zu frönen. Dort trieben sie es allerdings etwas zu bunt, so dass sie von einer auf Rache sinnenden Hexe dazu verflucht wurden, erst Ruhe zu finden, wenn es ihnen gelingt, im Laufe eines Jahres sechs nahezu unlösbare Aufgaben zu erfüllen. Da dies bisher von Jahr zu Jahr gescheitert ist ist der Haufen nun seit fast 800 Jahren auf Tour.“

Als Mediävistin muss ich sagen, dass diese Legende natürlich der Wahrheit entspricht. Hauptmann Feuerschwanz und seine fröhlichen Musikanten sind schon sehr lange im Musikgeschäft. Ob sie erlöst werden? Eher nicht, das scheint mir aufgrund der zweifelhaften Moral eher zweifelhaft. Ist aber auch eigentlich egal. Diesen Menschen geht es ja ganz gut, wie man auf diversen Beweisvideos erkennen kann:

Fazit: Hier geht es nicht um authentisches Mittelalter, sondern um eine moderne Neuinterpretation mittelalterlicher Klischees. Dies betreiben die meisten Mittelalterbands, geben es aber nicht zu. Die Folgen sind gähnende Langweile und enttäuschtes Abwenden. Feuerschwanz stechen durch lebensbejahenden Hedonismus, eine überaus unterhaltende Bühnenshow und witzige Texte heraus. In dem Sinne: Walhalligalli!


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