Weihnachten und so…

Wie jedes Jahr ist mal wieder Weihnachten. Der verwöhnte Mensch heutiger Zeiten verbindet damit exzessives Geschenkekaufen und dionysische Völlerei. Was soll das?

Der Heiland ist geboren, so sagt man. Genau in diesen Tagen hat ein kleiner Bub das Licht der Welt erblickt, der uns allen die Erlösung bringt. Dies ist der eigentliche Grund zum Feiern. Erlösung? Hä?
Gerade schauen der kleine Malte und der kleine Kevin mit schockierten Gesichtern von ihren neuen Spielekonsulen auf. Was soll der heutige Vorpubertierende denn mit Erlösung anfangen? Gut, dass so ein Schrott nicht unterm Baum liegt.
„Schau mal, Jean-Baptiste, hier ist auch noch ein Paket Vergebung dabei!“ Ach, du Schande, und auch noch Socken.
Seien wir mal ehrlich, der Kommunions-/Konfirmationsunterricht hat die kleinen Racker unzureichend über Religion aufgeklärt. Der Gewinn dieses oft lästigen Unterfangens liegt im materiellen Gewinn. Wie glücklich die Kleinen an ihren neuen PCs sitzen. 😀

Unsere Vorfahren wären übrigens auch ziemlich überrascht gewesen über so ein Gedöns.
Was sie um diese Jahreszeit an Festivitäten veranstaltet haben, ist Anlass für wilde Spekulationen, auch in der Wissenschaft. Diverse neuheidnische Gruppierungen wissen es natürlich ganz sicher. Pssst, wenn jemand es ganz sicher weiß, sollte man ihm eins über die Rübe geben. 😉

Doch zurück zu unseren Vorfahren. Sicher ist, dass sie die Geburt des Jesuskindes nicht gefeiert haben, sondern dass sich die Feste an den Gegebenheiten der Jahreszeiten orientiert haben. Da die Zeit ab dem 21.12 bis Neujahr zu den dunkelsten und kältesten Tagen des Jahres gehörten, waren sie natürlich von spezieller Bedeutung. In bestimmten Gebieten hießen diese Tage Rauhnächte. Irgendein weiser Mann, ich glaube, Simek war es, sagte, dass darin der Grund liege, dass das Weihnachtsfest der Deutschen relativ häuslich und besinnlich sei. In den Rauhnächten blüht das Übersinnliche, die normalen Gesetze der Natur werden außer Kraft gesetzt. Deswegen bleibt man auch lieber mit der Familie in der Hütte, bevor man von der Wilden Jagd oder  Wiedergängern durch den Fleischwolf gedreht wird.
Der moderne Mensch sollte sich mal bewusst machen, wie dunkel, kalt und unheimlich das damals war.

Also, liebe nicht vorhandene Leser, wenn ihr euch heute auf den Weg zu euren Verwandten macht, solltet ihr aufpassen, dass ihr nicht von der Wilden Jagd umgeholzt werdet. Wahlweise auch vom toten Großvater. God Jul, Fröhliche Weihnachten und so weiter!


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