Archive for » Dezember, 2010 «

Jetzt auch hier: Eiskalte Zombieherzen ;)

Diese Kurzgeschichte ist auch auf der Asta-Seite der Bergischen Universität Wuppertal verlinkt. Der Link klappt allerdings nicht mehr. Da ich gerade in Zombielaune bin, soll die Geschichte auch hier einen Platz finden. 😉
Dann viel Spaß (oder auch nicht) bei der Lektüre der Eiskalten Zombieherzen.

Als ich das warme Haus verließ war die Kälte wie ein Schock. Tausend kleine Eisnadeln stachen mir ins Gesicht. Ich zog den Wollschal über die Nase und schauderte, dachte aber gleichzeitig an die Vorteile des frostigen Wetters. Unser Radius wurde wieder etwas größer. Ein Blick auf das Außenthermometer zeigte, dass die Temperatur bei –15 Grad lag. Es war früh am Morgen, es würde vielleicht noch ein wenig wärmer werden, aber nicht viel. In die verlassenen Außengebiete zu gehen und dort nützliche Dinge zu sammeln war also relativ sicher. Dinge, die uns fehlten, da der letzte richtig kalte Winter eine Ewigkeit zurücklag. Zumindest kam es uns so vor. Vieles fehlte uns, vor allen Dingen Nahrung.

Ich blickte auf unsere kleine Gruppe, die aussah, als ob sie eine Expedition zum Mount Everest plante. Wir trugen alle Schneeanzüge, Springerstiefel und jeder von uns war ausreichend bewaffnet. Die Gruppe sammelte sich vor den Gebäuden und ging durch die Siedlung, vorbei an den jetzt brachliegenden Feldern, die einst, in besseren Zeiten, Gärten gewesen waren. Jetzt baute man Kohl und Kartoffeln an. more…

The Walking Dead

Es gab in letzter Zeit viele Endzeit- und Zombiefilme. Jetzt gibt es auch eine Serie, die um jeden Preis auf diesem Blog erwähnt werden muss:  The Walking Dead.

Bei The Walking Dead handelt es sich um eine Serie, von der bislang eine sechsteilige, erste Staffel veröffentlicht worden ist. Sie basiert auf der Comicserie von Robert Kirkman. (Vorsicht, der Wikipediaeintrag spoilert!) Der Dahlmann und ich haben sie bereits gesehen und ich kann euch sagen, der Fearfactor ist extrem hoch.
Die Serie beginnt damit, dass sich der Polizist Rick, gespielt von Andrew Lincoln, völlig dehydriert  in einem verlassenen Krankenhaus wiederfindet.  Das erinnert zwar stark an 28 Days later, aber vermindert die Qualität der Serie nicht. Der nur mit einem Krankenhausleibchen bedeckte Rick irrt durch seine Heimatstadt, die von Untoten überrannt wurde. Sein Haus findet er verlassen vor. Frau und Kind sind nicht mehr im Haus auffindbar, jedoch geben ihm die mitgenommen Familienalben Anlass zur Hoffnung. Ansonsten gibt es wenig Grund zum Optimismus. Aber die Serie wäre zu Ende, wenn Rick sich nicht entschließen würde, für seine Familie und ums Überleben zu kämpfen.

Auf den ersten Blick hat die Serie den üblichen Zombieplot: eine Welt, in der nichts mehr wie vorher ist, verzweifelte Überlebende, die sich zusammenraufen müssen und der ständige Kampf gegen Leute mit einem riesigen Fleischappetit. Natürlich sind die Bisse der Feinde hochinfektiös und müssen um jeden Preis vermieden werden.
Eigentlich müsste sich jeder Zombiefreund zu Tode langweilen. Das ist aber selbst mit einer hohen Kenntnis des Genres nicht möglich.

Die Serie lebt zum einen von den wirklich gut gemachten und tageslichtauglichen Zombies, die auch an einem schönen Sommertag täuschend echt aussehen, und von den gut gemachten Charakteren. Die Protagonisten haben Tiefgang und ihre Motive und Handlungen werden nachvollziehbar dargestellt. Da menschliches Verhalten, besonders in Extremsituationen, nicht immer logisch ist, verhalten sich die Menschen natürlich auch leichtsinnig und völlig irrational. Glaubwürdig ist auch das Motiv des Helden, seine Familie retten zu wollen. Hoffnung zu schöpfen, in einer Welt, die am Ende scheint, ist ein menschlicher Überlebensinstinkt.

Ich kann jedem Freund des Untotengenres raten, sich die Serie zu verschaffen. Die  Serie lief im US-Sender AMC und ist bereits wenig später von Fox in 120 Ländern ausgestrahlt worden. Die Premiere dieser Serie hatte sagenhafte 5,3 Millionen Zuschauer, die wahrscheinlich auch schon sehnsüchtig auf die zweite Staffel warten, die voraussichtlich Oktober 2011 ausgestrahlt wird.  Staffel 1  ist ab Januar als DVD oder Bluray bei Amazon.com erhältlich.

Stöckchen: Weihnachtsgeschichte auf Raten

Der Dahlmann hat mir sozusagen die virtuelle Schreibfeder zugeworfen, auf dass ich die Geschichte, die er und die unten genannten mir Unbekannten bereits begonnen haben, weiterführe. Das werde ich tun. 😀

Himmelschwarz
Konna
Feronia
Hannah
Chris
Hakan
Chaosmacherin
Rumi
pVt_m4sTeR
Eglathôlion

Jetzt noch kurz die Regeln, danach geht’s endlich los. :-)

Jeder schreibt so viel er möchte, einen Satz, oder zwei oder auch einen oder mehrere Absätze und reicht den Gesamttext dann an eine Person weiter, und so soll bis zum 24. eine Geschichte entstehen. Lustig, traurig, besinnlich, eigenartig, kritisch oder von allem ein Bisschen was. Dem Ganzen sind keine Grenzen gesetzt.

Bitte verknüpft immer diejenigen, die vor euch das Stöckchen hatten, damit die Story nicht „verloren“ geht.

Sie würde wieder zu spät kommen, sie wusste es, aber was konnte sie denn schon dafür, dass ihr der verdammte Bus vor der Nase davongefahren war? Der dämliche Busfahrer hätte ja auch kurz warten können und nicht noch extra auf die Tube drücken müssen. Wenn es nicht auch noch so schrecklich kalt wäre. Sie hüpfte von einem Bein auf das andere und versuchte sich mit Gedanken an den Sommer zu wärmen. Doch sommerliche Gedanken waren bei diesen Temperaturen und dem Anblick von abertausenden LEDs, die Weihnachtsmänner, Rentiere, Geschenkepäckchen, Christbäume und anderen Weihnachtskitsch bildeten, nicht einfach. more…

Død Snø – Zombies on ice

Gestern haben sich die Dahlschmitts einen romantischen Filmabend gemacht und sich Død Snø angesehen. Die Horror-Komödie  Død Snø oder auch Dead Snow ist 2009 in Norwegen erschienen. Zu Recht.

Worum geht es? Die Story ist bei Filmen des Splattergenres natürlich nicht komplex, aber das erwarten Wir – das königliche Wir – ja auch gar nicht. Es beginnt damit, dass eine Gruppe von Medizinstudenten sich in einer einsamen Hütte amüsieren will. Das ist schon das erste Vorzeichen des Kommenden. Diese Studenten werden  zwar noch von einem einsamen Wanderer vor der blutigen Geschichte des Ortes  gewarnt, schießen die Warnung aber in den Wind. Wer rechnet schon damit, dass verschollene Nazis aus dem zweiten Weltkrieg noch ihr Unwesen treiben? more…

Category: Film, Zombies  One Comment
Krawall und Remmidemmi – der Hartz-4-Nachbar

Hartz 4 ist heutzutage ein kniffeliges Thema. Ist es nun zu viel oder zu wenig Geld? Ab wann ist eine gesellschaftliche Teilhabe nicht mehr möglich? Und immer so weiter.

Die Schmitt wendet sich jetzt einer bestimmten Spezies zu: dem Hartz-4-Randalierer.
In diesem leidvollen Artikel wird unsere Heldin ihre Erfahrungen, geprägt durch ein Leben und Arbeiten im sozialen Brennpunkt, darstellen.
Eine erschütternde Wahrheit ist leider, dass Sat1 und Co. in ihren Gerichtssendungen und bei Sendeformaten wie der Supernanny noch nicht einmal übertreiben müssen. Glaubt mir, ich war dabei. more…

Harry Potter 7 – Die Heiligtümer des Todes

Die Schmitt, die mit dem Dahlmann tatsächlich mal wieder im Kino war, muss ihren Senf zu der Thematik geben. Manche werden jetzt – vielleicht zu Recht – fragen, ob das nicht ein arg gehypter Film sei. Und dann ist er ja auch noch in zwei Teile geteilt, viel zu lang …Pi-Pa-Po.
Erfolgreiche Filme und Bücher haben es oft schwer. Was die tumbe Masse mag, das kann ja nichts sein. Man denke an Twilight. (Hat die Schmitt auch gelesen und sich geschämt) 😉

Aber die Harry-Potter-Serie ist gut – wenn auch nach dem klassischem Strickmuster des Entwicklungsromans – geschrieben. Die Filme sind ausgesprochen atmosphärisch gemacht und werden mit steigender Gefahr stetig spannender. Ist HP 7 jetzt langatmig oder episch, werden sich einige fragen. Meiner Meinung nach ist die Entscheidung, den letzten Teil in zwei Teil zu teilen, eine Gute gewesen. Man kann das Ende einer Serie nicht einfach so dahinrotzen.

Was einem stark in Erinnerung bleibt, sind auch, es hört sich vielleicht komisch an, die schönen Landschaftsbilder. Ich denke mal, dass in England gedreht wurde.
Die Nervensäge des Films -vielleicht auch des Jahres – ist meiner Meinung nach Helena Bonham-Carter.  Die Ehefrau von Tim Burton hat zu meinem rein subjektiven Empfinden die letzten Jahre alle irgendwie verdrehten und bösen Rollen abkassiert. Wenn ich an eine verwirrte Geisteskranke denke, denke ich an diese Frau. Da war mir selbst der niedliche Dobby lieber.

Fazit: Auf einer Skala von eins bis zehn bekommt der Film von der Schmitt acht Punkte. Minus zwei Punkte für Dobby und Tim Burtons Frau. 😉

Category: Film  One Comment
Der Geist der Weihnacht

Die Schmitt, die gerade noch in glühweinseliger Verklärtheit den Tisch umklammert hatte, öffnete, durch das Spiel einer Blockflöte aufgescheucht, hektisch die Äuglein. Offensichtlich war sie auf einer Weihnachtsfeier und offensichtlich war der Dahlmann schuld, der mit zufriedenem Gesicht neben ihr saß. Nun gut, jetzt galt es zu vertuschen, dass man offensichtlich vergessen hatte, wo und warum man hier war. Unauffällig sein, ja, das war die Lösung. Die Schmitt eierte Richtung Toilette und stieß fast mit jemandem zusammen. Nein, es war nur die Statue der Mutter Maria mit dem Jesuskind. Die tut ja nix.  Deswegen lächelte die Schmitt der heiligen Jungfrau zu. Sie zwinkerte zurück. Dass man die sanitären Anlagen aufsuchte und nicht die Straße verunreinigte, war schließlich eine gute Tat.

Zurück am Tisch bemerkte die Schmitt, dass erneut die Blockflöte gespielt wurde. „Gniii“, entfuhr es der Schmitt, denn als das Spiel einsetzte, fuhr eine Stripteasestange aus der Decke. An ihr rutschte eine dickliche Putte herab, die mit Flügeln und einer Pampers ausgestattet war. Die Schmitt war nahe genug, um das Label der Windel zu erkennen. Die Schmitt rüttelte, aufgrund diverser Phobien, panisch am Dahlmann. „Schmitt, die spielen doch“, kam es von ihrem gleichgültigen Gefährten. Die Schmitt musste nun allein zusehen, wie der kleine dicke Engel kopfüber an der Stange herabrutschte. Seine pummeligen Füße wiesen in Richtung Decke, sein Lächeln wirkte satt und zufrieden. Er setzte mit seinem Windelhintern auf dem Tisch auf und gluckste und gackerte fröhlich. Dann schritt er, mit dem Selbstbewusstsein einer Person, die jedes ihrer Pfunde liebt, über den Tisch und streute unbemerkt Glitzer auf die Gäste. Manchmal wedelte er rhythmisch mit dem Hintern vor den Gesichtern der Anwesenden herum – was wirklich schwierig bei Oh, du Fröhliche ist.  Dann wandte er sich der Schmitt zu. Er sprach mit der quakigen Stimme eines Kleinkindes: „Siehe, ich verkünde Dir eine…“ – „Gniiii“, rief die Schmitt, die wieder Angst bekam. „… Botschaft“, versuchte die Putte die Botschaft an die Frau zu bringen. Die Schmitt, neugierig geworden, schwieg. „Verwechsle nie die blaue mit der roten Keksdose“, riet die dralle Putte. Alles verschwamm.

Die Schmitt erwachte durch Gerüttel. Die Kekskrümel pieksten fürchterlich. Eine geöffnete Dose stand auf dem Tisch. „Das ist die falsche Dose, Schmitt“, klagte der Dahlmann und rüttelte an der Schmitt, die sich röchelnd übergab. „Guck Dir die Sauerei an, Schmitt.“ Tadelnd deutete der Dahlmann auf das Wohnzimmer, das überall mit goldenem Glitzer ein ein paar weißen Federn dekoriert war. Die Schmitt hörte noch ein gackerndes Lachen, das sich schnell entfernte.

Fröhliche Weihnachten dann euch allen und Friede auf Erden.

Creative Commons Lizenzvertrag
Der Geist der Weihnacht von Mirja Schmitt steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.

  • Facebook

  • Librarything

  • Edle Spende

    Spende für die Schmitt
    Other Amount:
    Blöder Spruch dazu?:
  • Meta

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen