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Der Bafögantrag

Gestern hat das Schmitti seinen Bafögantrag abgegeben. Das hat das Schmitti sehr traurig gemacht, weil es sich als Zeichen des Misstrauens eine Quittung darüber geben ließ. Das Bafögamt hat mir mein Urvertrauen geraubt. Welch grausame Schandtat an einer verletzlichen Seele.
Das System ist krank, ja sehr, sehr krank. Ich würde ein Gedicht darüber schreiben, wenn das nicht schon meine Freundin Hope übernommen hätte. Danke Hope! *schnief*
Klick!

Das Gothicgedicht

Ich werde mich heute einem wichtigem Genre der Lyriklandschaft widmen: den Gedichten von traurigen Kreaturen, die nie wirklich verstanden werden. Der durchschnittliche zornige, ach, nein, traurige junge Gothic schreibt Gedichte über seinen Gram und über seinen Gram, nicht zu vergessen über Kummer. Häufig auch über Blut. Kindesmissbrauch wird in letzter Zeit ebenfalls sehr beliebt bei den jungen Dichtern. Ein beliebtes Motiv ist der Selbstmord in der Badewanne, gerne mit Scherben.
Die Adressaten sind andere Gothicwesen, denen auf diese Weise mitgeteilt wird, dass es dem lyrischen Ich, das stets identisch mit dem Schreiber ist, extrem schlecht geht, weil a) der Freund / die Freundin ihn/sie/es verlassen hat oder b) er/sie/es nicht nach 24 Uhr vor die Tür darf oder c) Sonstiges.
Das Reimschema ist entweder ein Kreuzreim (a-b-a-b) oder gar keiner, was bei den gebeutelten Kreaturen, die verzweifelt nach Metaphern suchen, nicht selten ist.
Aus rhetorischem Mangel heraus nutzt der kleine Gothic phrasenhafte Metaphern wie ,,gefallener Engel mit gebrochen Flügeln“ oder ,,mein kleines schwarzes Herz“.
Der geneigte Leser sucht voller Verzweiflung nach einer politischen Aussage, jedoch wird hier und da das leise Stimmchen der Gesellschaftskritik laut, wird doch der/die/das Gothic beim a) Volleyball b) Fußball oder c) Brennball als Letztes gewählt, was Wunden schlägt, die nie wieder geheilt, aber durch die Poesie doch zumindest gelindert werden können.

Mit diesen Zeilen möchte das Schmitti Euch auf diese gepeinigten Kreaturen aufmerksam machen, die unbemerkt unter Euch leben. Und vielleicht lest Ihr mal ein solches Gedicht, denn wenn nicht Ihr, wer dann? 😉

P.S.: Und das nächste Mal wird das Schmitti über begabte Gothicautoren der vergangenen Jahrhunderte berichten. Es bleibt spannend. Oder auch nicht. Ist ja alles subjektiv. Niemand mag mich. *heul*

,,Formblatt 5″

Frohlocket, denn das Schmitti ist jetzt Germanistikstudentin der fünften Stufe. Ach, und das Gleiche auch für Geschichte. Das Schmitti hatte also von dem Maester Orth den Auftrag bekommen, die Grundstudiumsbescheinigungen für Germanistik von der Lady Wiethaup zu beschaffen, und danach mit diesen und den zwei Scheinen, die zuvor noch gestempelt werden mussten, zurückzukehren. Das erforderte einiges an Organisation, wollte doch die Lady Wiethaup, dass ich die Riesenspinne, die sich in ihrem Keller verbarg, mit einem Besen austreibe.

Nachdem ich alle Gegenstände mit mir führte, trat ich mit klopfendem Herzen in des Orths geheimes Laboratorium ein. Doch der alte Mann lächelte gütig und füllte in großväterlicher Art und Weise meine Bescheinigung aus. Ich erhielt ,,Formblatt 5″ und 325 Erfahrungspunkte, die mich sofort auf die fünfte Stufe katapultierten.

Das nächste Abenteuer ist wohl die Anmeldung zur Zwischenprüfung. Hoffentlich sind die Orks im Vorraum des T-Gebäudes nicht ganz so garstig.

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Oriental Schmitti

Voller Frohlocken kann ich bekannt geben, dass ich endlich jemanden gefunden habe, der Lust hat mit mir die hohe Kunst des Bauchtanzes zu erlernen. All Hail, kleine Nina!
Es wird zwar gemunkelt, der Geschicklichkeitswert der Schmitt läge bei dem eines Zwerges, doch das sind nur böse Gerüchte. 😉

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Erster Eintrag – Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Womit ich die Tage beschäftigt war:

Das studentische Leben ist ja nicht immer nur die reine Freude. Das durfte ich erfahren, als ich mich des Morgens, ca. um elf Uhr, aus dem Bett erhob und, nachdem ich mir eine Tasse Kaffee gemacht hatte, das Bafögamt anrief. Ihr müsst wissen, ich spekuliere auf eine nicht grade kleine Nachzahlung, nachdem ich das sagenhafte ,,Formblatt 5″ abgegeben haben werde. Allerdings, Ämter neigen zu entmenschlichter Grausamkeit, so hatte man meinen Antrag wohl verloren und war geneigt, die Eigenschuld abzuleugnen. Einziger Beweis wäre ein Schreiben des Amtes, dass eben jenes ,,Formblatt 5″ noch fehlen würde.

Was folgte, war ein Nachmittag in Agonie. Unfähig zu Latein zu gehen, verbrachte ich die Zeit damit, jenen Beweis für die Unfähigkeit des Bafögamtes zu suchen. Ich verfluchte die Person, die diese schlampige Buchführung getätigt hatte. Ich hatte es nicht abgeheftet, denn ich hatte das Elend nicht kommen sehen.

,,Schade um das schöne Geld“, denke ich mir da. Doch es scheint ein Hoffnungsschimmer durch die dunklen Wolken des Beamtensadismus zu entfleuchen. Immerhin bieten die Bafögschulden, ja grade die Bafögschulden, eine Möglichkeit, den Studiengebühren, die ja eine Frechheit sind, zu entgehen.
Siehe auch hier: Link

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Da habt Ihr es!

Das ist also Schmittis Welt. Überlegt Euch gut, ob Ihr sie betreten wollt. Manch einen wird es grausen, manch einer wird sabbernd durchs Zimmer wurmen. Wirklich Perverse könnten vielleicht an diesem grausamen Ort ein Vergnügen finden. Wer weiß es, wer weiß es?

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